Panama-Papers - Präsident Varela: Steuerhinterziehung ist Welt-Problem

Panama-Papers - Präsident Varela: Steuerhinterziehung ist Welt-Problem

Panamas Staatschef Juan Carlos Varela ortet hinter den Steuerhinterziehungen ein "globales" Problem.

Panamas Staatschef Varela wehrt sic hgegen die Anschuldigungen: Trotz des Namens geht es in den Papers nicht vor allem um Panama. Eine Verantwortung kennt er jedoch an.

New York/Panama-Stadt. Nach den Enthüllungen über Hunderttausende Briefkastenfirmen in Panama wehrt sich Präsident Juan Carlos Varela gegen eine einseitige Verurteilung. "Panama hat es nicht verdient, allein für ein Übel verantwortlich gemacht zu werden, das viele Länder betrifft", schrieb der Staatschef in einem am Montag veröffentlichten Gastbeitrag in der US-Zeitung "The New York Times" (NYT).

"Das Problem der Steuerhinterziehung ist ein globales", so Varela

Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ), das Internationalen Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) und zahlreiche andere Zeitungen weltweit hatten zuletzt über gut 200.000 Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Unternehmen wurden den Berichten zufolge zum Teil von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründet.

Die Industrieländer-Organisation OECD hatte dem mittelamerikanischen Land bescheinigt, internationale Standards für Steuertransparenz trotz früherer Zusagen zu missachten. Frankreich drohte gar, Panama wieder auf die Schwarze Liste der Steuerparadiese zu setzen.

Varela schrieb: "Trotz ihres Namens geht es in den "Panama Papers" nicht vor allem um Panama. Es geht noch nicht einmal größtenteils um panamaische Firmen.", schrieb Varela. "Wir erkennen aber unsere Verantwortung an. Die Welt muss das Problem gemeinsam und zügig angehen. Panama ist bereit, die Führung zu übernehmen."

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