Panama Papers: Auch FIFA-Chef Infantino in Erklärungsnot

Panama Papers: Auch FIFA-Chef Infantino in Erklärungsnot

Altlasten aus der UEFA-Zeit belasten nun den neuen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino

Kaum im Amt als FIFA-Präsident, ist seine vermeintlich weiße Weste schon angepatzt: Der Schweizer Gianni Infantino wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Die "Panama Papers" haben auch ihn auf der Liste. Als UEFA-Funktionär soll er Geschäfte via Briefkastenfirma abgerechnet haben.

München. Durch die Enthüllungen rund um die "Panama Papers" gerät einem Zeitungsbericht zufolge auch Fifa-Chef Gianni Infantino in Erklärungsnot. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch berichtet, geht es um Infantinos Zeit beim europäischen Fußballverband UEFA. Damals soll er in dubiose Geschäfte mit einer Briefkastenfirma verstrickt gewesen sein. Infantino wurde Ende Februar als FIFA-Präsident gewählt.

Der "SZ" zufolge zeichnete Infantino als Direktor der UEFA-Rechtsabteilung Verträge mit einer Briefkastenfirma, deren Eigentümer zwei der heutigen Angeklagten im FIFA-Skandal waren. Die beiden argentinischen Sportrechtehändlern, Hugo und Mariano Jinkis, haben demnach über ihre Firma Cross Trading die TV-Rechte von der UEFA für die Champions League für 111.000 Dollar gekauft. Später wurden diese Recht an Teleamazonas in Ecuador für 440 000 Dollar weiterverkauft.

Bemerkenswert an dem Vorgang: Die UEFA hat den Deal mit Cross Trading von Hugo und Mariano Jinkis über deren Briefkastenfirma mit Sitz auf der winzigen Insel Niue im Südpazifik abgewickelt.

doch damit nicht genug: Die beiden Rechtehändler sind von der US-Justiz im Fifa-Skandal derzeit angeklagt. Gegen sie wird im Zuge der FIFA-Skandals ermittelt, der seit dem Vorjahr intensiv die Gerichte beschäftigt.

Der Zeitung zufolge erklärten FIFA-Sprecher dazu, dass Infantino "persönlich" in seiner Zeit bei der UEFA mit den beiden TV-Rechtehändlern und deren Firma weder "geschäftlich" noch "wissentlich anderweitig zu tun gehabt" habe. Auch die UEFA erklärte zunächst, es gebe keine Verbindung, räumte vor wenigen Tagen jedoch ein, dass der fragliche Vertrag Infantinos Unterschrift trage.

Ein weltweites Netzwerk von Journalisten hatte in den vergangenen Monaten einen umfangreichen Datensatz über Briefkastenfirmen ausgewertet, die über die in Panama-Stadt ansässige Finanzkanzlei Mossack Fonseca laufen. Die Enthüllungen riefen weltweit Steuerfahnder auf den Plan.

Siemens Österreich Vorstandschef Wolfgang Hesoun

Wirtschaft

Siemens-Restrukturierung kostet Wien 200 Jobs

Effektives Innovationskonzept #GPDF17

Global Peter Drucker Forum 2017

Effektives Innovationskonzept #GPDF17

Die Siemens Zentrale in München

Wirtschaft

Siemens streicht 7.000 Stellen, auch Österreich betroffen