Palfinger besorgt der Regierung 400.000 Atemschutzmasken

Der Salzburger Hebekranspezialist Palfinger nutzt in der Corona-Krise die Erfahrung seiner Partner aus China.

Palfinger CEO Andreas Klauser

Palfinger CEO Andreas Klauser nutzt seine Kontakte in China, um rasch Schutzmasken für Österreich zu beschaffen.

Da die öffentliche Hand Probleme in der Beschaffung hat, greifen ihr nun auch Unternehmen unter die Arme. Der Salzburger Kranhersteller Palfinger hat über seinen chinesischen Partner Sany insgesamt 420.000 medizinische Atemschutzmasken gekauft.

Ein kleiner Teil ist für die Mitarbeiter in Palfinger-Werken bestimmt, der Großteil wird dem Krisenstab der Regierung und dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. „Durch unsere langjährigen Kontakte in China können wir in dieser Situation unsere Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft wahrnehmen“, sagt Palfinger-CEO Andreas Klauser.

Bürokratie und Neustart

170.000 Masken sind bereits in Österreich eingetroffen, 250.000 Stück folgen Ende nächste Woche. Klauser berichtet dem trend aber auch über bürokratische Hürden im österreichischen Krisenmanagement. Zahlreiche Telefonate auf Ministerialebene hätten ihn „einiges an Nerven gekostet“.

Auch in der Vorbereitung auf das Hochfahren seiner Produktion nutzt Palfinger die Erfahrung der Partner aus China. Rund um Ostern werden Werke für wahrscheinlich zwei Wochen geschlossen und in dieser Zeit komplett desinfiziert. „Zudem werden wir Schleusen mit Vorrichtungen zur Messung der Körpertemperatur an den Eingängen errichten“, erklärt Klauser.

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