OPEC gewinnt 2016 Marktanteile - Ölnachfrage wächst leicht

OPEC gewinnt 2016 Marktanteile - Ölnachfrage wächst leicht

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) erwartet für 2016 eine stärker wachsende Nachfrage nach Rohöl ihrer Mitgliedsstaaten als zuletzt. Dadurch wird die OPEC global Marktanteile zurückgewinnen. Die Weltnachfrage sieht sie 2016 von 93 Mio. Fass täglich auf 94,2 Mio. Barrel/Tag wachsen, 2015 habe die Überversorgung 2 Mio. Fass/Tag betragen, hieß es am Mittwoch im neuen Monatsbericht.

Der Bedarf nach OPEC-Öl dürfte kommendes Jahr im Schnitt um 1,8 Mio. Fass täglich auf durchschnittlich 31,6 Mio. Barrel pro Tag klettern, nimmt die Organisation an - im Dezember hatte sie lediglich einen Anstieg um 1,4 Mio. auf 30,8 Mio. Fass täglich erwartet. Den Non-OPEC-Supply sieht die OPEC 2016 im Tagesschnitt um 0,7 Mio. Fass auf 56,3 Mio. Barrel schrumpfen. Die leichte Abwärtsrevision der Nicht-OPEC-Mengen gegenüber dem Jänner-Bericht wird mit geringeren Investitionen internationaler Ölkonzerne, dem Rückgang der Bohr-Rigs in den USA und Kanada sowie weniger Output älterer Ölfelder begründet.

Die Schätzung der Weltölnachfrage für 2016 ließ die OPEC mit 94,2 Mio. Barrel pro Tag - ein Zuwachs von 1,25 Mio. Fass täglich - unverändert, obwohl sie die BIP-Wachstumsprognosen weltweit und für wichtige Regionen, mit Ausnahme der Eurozone, gesenkt hat. So rechnet die OPEC nun für 2016 nur noch mit 3,2 Prozent Wachstum der Welt (-0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Jänner-Bericht), für die USA mit 2,2 Prozent (-0,3) und China 6,3 Prozent (-0,1). In Brasilien dürfte das Minus nun 2,2 Prozent ausmachen (noch um 1,2 Prozentpunkte schlechter), in Russland -0,3 Prozent (statt 0,3 Prozent Plus). Das Euro-BIP-Plus sieht man weiter bei 1,5 Prozent.

Mehr als ein Neuntel des Welt-Ölverbrauchs dürfte 2016 auf China mit 11,13 Mio. Barrel täglich (mb/d) entfallen, schätzt die OPEC; das wären 2,7 Prozent mehr als 2015. Im OECD-Raum sieht das Ölkartell den Verbrauch um 0,36 Prozent auf 46,43 mb/d wachsen, dabei in Europa 0,1 Prozent auf 13,69 mb/d leicht sinken. Stark zulegen dürfte Indien mit +4,1 Prozent auf 4,17 mb/d.

Im Jänner stieg die Welt-Ölnachfrage nach vorläufigen Daten gegenüber Dezember geringfügig um 0,03 mb/d auf 95,64 mb/d, so der OPEC-Monatsbericht. Die Mitglieder des Ölkartells selbst haben im Jänner laut Sekundärquellen mit im Schnitt 32,34 Mio. Fass täglich etwas mehr gefördert, nach 32,20 mb/d im Monat davor.

Die führende Fördernation Saudi Arabien brachte es demnach im Jänner auf 10,09 mb/d, gefolgt von den OPEC-Mitgliedern Irak mit 4,38 mb/d, dem Iran mit 2,93 mb/d, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit 2,87 mb/d, Kuwait mit 2,75 mb/d und Venezuela mit 2,32 mb/d. In Libyen blieb die Produktion weiter bei geschätzten knapp unter 400.000 Fass täglich.

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