Online-Fernsehen Netflix ist in Östereich gestartet

Der Internet-Fernsehanbieter Netflix, weltweit durch die Serie "House of Cards" bekannt geworden, ist nun auch in Österreich gestartet. Seit dem Morgen des 17. September ist die Anmeldung möglich. Der monatliche Abo-Preis liegt zwischen 7,99 und 11,99 Euro.

Online-Fernsehen Netflix ist in Östereich gestartet

Ab sofort können auch österreichische Nutzer auf das Angebot des US-Online-Videodienstes Netflix zugreifen. "Wir sind stolz, die Zukunft des Fernsehens nach Österreich zu bringen", wird Netflix-Chef Reed Hastings in einer Aussendung des Unternehmens zitiert. Im günstigsten Abo stehen um 7,99 Euro monatlich Filme und Serie zum Streaming bereit. Für 8,99 Euro sind zwei parallele Streams in HD verfügbar, das Ultra-HD-Angebot kostet mit einer Lizenz für vier Geräte monatlich 11,99 Euro.

Für Netflix sind das international übliche Standard-Preise. Der Anbieter hat sich also in seiner Preisgestaltung nicht vom Pay-TV-Sender Sky beeinflussen lassen. Sky hatte anlässlich des bevorstehenden Markteintritts des großen Konkurrenten aus den USA im August den Abo-Preis für die eigene Online-Videothek Snap von 9,90 Euro auf 3,99 Euro monatlich reduziert. Via Snap bietet Sky derzeit ein Portefeuille von rund 5000 Filmen an.

Auch der ORF hat sich gegen den neuen Konkurrenten bereits vorsichtig in Stellung gebracht. Über die ORF Enterprise GmbH und die Sendertochter ORS ist der ORF zu jeweils 12,55 Prozent an der österreichischen Video On Demand Plattform Flimmit beteiligt. Flimmit bietet aktuell 2300 Filme und Serien an. In dem "Kino ohne Grenzen" kosten einzelne Filme jedoch in der Mietvariante zwischen 3,99 und 4,99 Euro, nur ein sehr eingeschränktes Angebot ist kostenlos. Zum Kauf werden die Filme zu Preisen zwischen 4,99 Euro und 14,99 Euro angeboten. ORF-Boss Alexander Wrabetz glaubt dennoch, mit Flimmit "einen Fuß in der Tür zu haben". Puls-4-Chef Markus Breitenecker regt hingegen als Schutz vor dem "digitalen Tsunami aus Amerika" ein gemeinsames Portal aller österreichischen TV-Sender an.

Das Netflix-Angebot

Im Kern umfasst das Angebot Filme und Serien, darunter auch die Eigenproduktion "Orange Is The New Black", die auf den gleichnamigen Filmen basierenden Serien "Fargo" und "From Dusk Till Dawn" oder das animierte Comedy-Format "BoJack Horseman". Als Psychothriller wird "Penny Dreadful" angekündigt. Das Portfolio soll künftig aber deutlich anwachsen. So wurden etwa weitere Netflix-Originalserien wie "Marco Polo", "Marvel's Daredevil" und "Sense8" in Aussicht gestellt.

Auf Kevin Spacey als zynisch-durchtriebenen Politiker muss man ebenso wenig verzichten, finden sich doch auch die ersten beiden Staffeln von "House of Cards" bei Netflix. Die Erstausstrahlungsrechte für die gefeierte Serie liegen hierzulande allerdings beim Bezahlsender Sky, der auch die dritte Staffel voraussichtlich Anfang kommenden Jahres bringen wird. Im Filmbereich des Netflix-Angebots finden sich neben US-amerikanischen Produktionen auch deutsche Komödien wie beispielsweise "Keinohrhasen".

Netflix kann auf allen Internet-fähigen Geräten, Smart-TVs, Computern, Laptops, Tablets, Smartphones, aber auch Gaming-Konsolen wie PS3 oder PS4, Wii und Xbox genutzt werden. Abos sind im Monatsrhythmus kündbar.

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