Österreichische Produkte und Services boomen in der Schweiz

Die Schweiz zählt zu den wichtigsten Exportländern Österreichs. Im Corona-Jahr hat der Warenexport in die Schweiz sogar zugelegt. In welchen Sektoren Österreich bei den Eidgenossen besonders stark ist, wie viel Schweizer Unternehmen hierzulande investieren und wohin Unternehmen, die Geschäftspartner in der Schweiz finden, wollen sich wenden können.

Österreichische Produkte und Services boomen in der Schweiz

Selbst das Corona-Jahr konnte die Lust der Schweizer auf österreichische Produkte nicht dämpfen. Der Export der Waren stieg im Vorjahr sogar um drei Prozent gegenüber 2019 auf 7,5 Milliarden Euro. Damit liegen die Eidgenossen, nach Deutschland mit rund 43 Milliarden Euro, den USA mit über neun Milliarden Euro und Italien mit 8,8 Milliarden Euro, an vierter Stelle. "Zu diesem Erfolg beigetragen hat auch das Engagement der Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein (HKSÖL)", erklärt Urs Weber, Generalsekretär der HKSÖL. Diese sorgt seit 1921 für einen funktionierenden Ablauf der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Ländern.

Die begehrtesten österreichischen Produkte
„Betrachtet man den Pro-Kopf-Verbrauch beziehen die Schweizer mehr österreichische Waren und Dienstleistungen als alle anderen Länder. Die wichtigsten Exportgüter Österreichs im bilateralen Handel mit der Schweiz sind Chemikalien, Rohstoffe für die Pharmaindustrie sowie Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge, Metalle, Holz- und Papierwaren sowie Möbel“, fasst Urs Weber, Generalsekretär der HKSÖL, die enge Verknüpfung der beiden Volkswirtschaften zusammen.

Schweiz ist wichtigster Absatzmarkt für Austro-Dienstleistungen außerhalb der EU
Noch bedeutender für Österreich ist die Schweiz im Dienstleistungssektor. Laut einer Statistik der österreichischen Nationalbank sind die Eidgenossen sogar der wichtigste Absatzmarkt für österreichische Dienstleistungen außerhalb der EU und das zweitwichtigste Land in absoluten Zahlen nach Deutschland. Den größten Teil der österreichischen Dienstleistungsexporte in die Schweiz bilden mit 24 Prozent unternehmensnahe Dienstleistungen wie F&E, Rechts- und Wirtschaftsdienste oder Werbung und Marktforschung. Geschäfts- und Urlaubsreisen, der wichtigste Dienstleistungsexport betrug vor der Coronakrise 2019 noch über ein Viertel aller Dienstleistungsexporte. Diese Branche musste coronabedingt Einbußen hinnehmen und machte im Vorjahr 21 Prozent aller Dienstleistungsexporte mit der Schweiz aus.

Schweiz als Arbeitgeber in Österreich
Auch als Arbeitgeber nehmen Schweizer Unternehmen hierzulande eine wichtige Rolle ein. So lag der Gesamtbestand an Investitionen von Schweizer Firmen Ende 2019 bei fast zwölf Milliarden Euro. 1.335 Schweizer Firmen beschäftigen laut dem Auslandsunternehmensbericht der Statistik Austria mehr als 65.000 Personen in Österreich. Auch die österreichischen Direktinvestitionen in der Schweiz haben seit 2000 stark zugenommen und betrugen Ende 2019 rund zehn Milliarden Schweizer Franken, Ende 2018 fanden hier knapp 13.800 Personen eine Beschäftigung.


Vernetzen Unternehmen erst, wenn wir die Qualität der Kontakte überprüft haben:


Die Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein gilt als wichtiger Dienstleister für Unternehmen, die in der Region agieren. Die Services der Kammer reichen von Matchmaking über die Unterstützung und Hilfe bei steuerlichen und anderen Finanzthemen bis hin zu punktgenauer Adresssuche. Weber: „ Unternehmen zu vernetzen, zählt zu unseren essenziellen Dienstleistungen. Wir vernetzen zielgenau und nicht ohne Recherche, sondern überzeugen uns selbst von der Qualität der Kontakte, die wir bieten können – erst dann geben wir Empfehlungen ab.“

Networking-Veranstaltungen
Neben fachlicher Information sorgt die Kammer mit rund 20 Veranstaltungen im Jahr dafür, dass auch persönliche Beziehungen vertieft werden können. Die Bandbreite dieser Events reicht von einer international besetzten „Top Speakers Lounge“ mit mehr als über 100 Teilnehmern bis hin zu den exklusiven „Friends 4 Friends“-Racletteabenden. „Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die persönliche Kommunikation ist. Unsere Teilnehmer können ihre potenziellen Partner oder Kunden in einem entspannten Rahmen austauschen“, so Weber.

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