Preistreiber Wohnungsmiete - Pensionisten fordern Reformen

Preistreiber Wohnungsmiete - Pensionisten fordern Reformen

Pensionisten mussten im Juni mit einer höheren Inflation kämpfen als die Allgemeinheit, vor allem Mieten und Betriebskosten sind die Preistreiber. Der Pensionistenverband fordert eine Reform des Mietrechts; indes wird in Frankfurt darüber debattiert, wie man die Inflation noch weiter anheben könnte.

Der tägliche Einkauf hat sich im Juni im Jahresabstand entsprechend der allgemeinen Inflation um 0,9 Prozent verteuert. Der wöchentliche Einkauf, der neben Nahrungsmittel auch Treibstoffe enthält, verbilligte sich dagegen um 0,4 Prozent. Sprit war erneut der stärkste Preisdämpfer.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Durchschnitt leicht um 0,5 Prozent. Teurer wurden Brot (+2,0 Prozent), Obst (+1,9 Prozent) und Gemüse (+1,5 Prozent), während Milch, Käse und Eier (-1,4 Prozent) billiger wurden. Fleisch verteuerte sich leicht um 0,4 Prozent. Alkoholfreie Getränke kosteten um 4,7 Prozent mehr. Einen kräftigen Preisschub gab es bei Bohnenkaffee (+12,5 Prozent).

Tiefer in die Tasche greifen musste man im Juni auch für Zigaretten (+3,3 Prozent). Ebenfalls teurer wurden Wohnungsmieten (+4,9 Prozent) sowie Betriebskosten (+3,3 Prozent). Die stärksten Preisrückgänge gab es bei Treibstoffen: Diesel verbilligte sich im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 Prozent, Superbenzin um 6,7 Prozent.

Haushaltsenergie verbilligte sich insgesamt um 2,2 Prozent, was vor allem auf einen starken Preisrückgang bei Heizöl (-16,3 Prozent) zurückzuführen war. Die Preise für Gas und Strom blieben annähernd stabil (minus bzw. plus 0,3 Prozent). Feste Brennstoffe (+1,1 Prozent) und Fernwärme (+4,5 Prozent) wurden im Juni im Jahresvergleich teurer.

Hauptpreistreiber gegenüber dem Vormonat Mai waren Freizeit- und Kulturangebote (+1,5 Prozent). Pauschalreisen etwa verteuerten sich um 6,5 Prozent, Übernachtungen im Ausland um 15,6 Prozent. Preisdämpfend wirkten sich im Monatsabstand sinkende Preise bei Bekleidung und Schuhen aus (-3,2 Prozent).

Pensionisten fordern Ende der Maklerprovisionen für Mieter

Für Pensionisten lag die Teuerung mit 1,3 Prozent etwas höher als für die Allgemeinheit. Der Warenkorb für Pensionisten ist anders gewichtet, da beispielsweise Ausgaben für die Gesundheit eine höhere Rolle spielen als im allgemeinen Warenkorb. Der Pensionistenverband forderte anlässlich der veröffentlichten Zahlen, ein einheitliches Mietrecht mit gesetzlichen Grenzen für Mieten, sowie ein Ende der Maklerprovisionen für Mieter.

„Wer den Makler beauftragt, muss ihn auch zahlen“, sagt dazu Harald Glatz, Konsumentenschutzsprecher des Pensionistenverbandes Österreichs: „Und das ist fast immer der Vermieter“. Die Maklerprovisionen von bis zu zwei Monatsmieten seien für viele Mieter kaum bis gar nicht mehr leistbar.

EZB berät zu Leitzins und QE

In Frankfurt berät indes heute, Donnerstag, die europäische Zentralbank unter anderem zu den Themen Leitzins und Quantitative Easing (QE). Der Leitzins liegt seit dem September 2014 auf einem Rekordtief von 0,05 Prozent; im Rahmen des QE-Programms schleust die EZB seit März Woche für Woche Milliarden an billigem Geld in das Bankensystem – beide Maßnahmen haben das Ziel, die Inflation im Euroraum anzukurbeln. Denn diese lag im Durchschnitt aller Länder im Juni bei nur 0,2 Prozent – von der EZB wird aber eine Teuerung von zwei Prozent als optimal angesehen.

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