Wenn der Amtsschimmel reitet...

Wenn der Amtsschimmel reitet...

Michaela Reitterer im Garten ihres Wiener Hotels im 15. Bezirk, das das weltweit erste Stadthotel mit Nullenergiebilanz ist. Seit 2013 ist Reitterer die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung.

In der Hotellerie und in den Reisebüros ist der Widerstand gegen einen neuen Erlass des Finanzministeriums enorm. Denn die Regelungen sind höchst komplex und absurd.

Es klingt nach einer kleinen Umstellung - auf den ersten Blick. Mit 1. Mai 2016 wird die Mehrwertsteuer für Nächtigungen von derzeit zehn auf 13 Prozent angehoben. Doch diese Neuerung zieht einen Rattenschwanz an Änderungen mit sich, nachzulesen im "UStR-Wartungserlass 2015", der derzeit als Entwurf vorliegt.

Detailliert wird da ausgeführt, welcher Steuersatz anfällt, wenn die Hoteliers ein Zimmer inklusive Frühstück, Halb- oder Vollpension anbieten. Bei einem Zimmerpreis seien demnach pro Person und Nacht zwischen 140 und 180 Euro inklusive Frühstück 82,5 Prozent des Preises mit 13 Prozent, der Rest mit zehn Prozent zu besteuern. Bei einem Zimmerpreis zwischen 180 und 250 Euro und Vollpension, wird die Steuerhöhe so berechnet: 60 Prozent mit 13 Prozent und 40 Prozent mit zehn Prozent.

Nur zwei Profiteure

Von der Regelung würden nur zwei Berufsgruppen profitieren: die Steuerberater und die IT-Service-Unternehmen, die dann, wenn das Gesetz wirklich steht, zur Umsetzung schreiten müssen, meint Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung.


Das ganze kostet uns ein Vermögen und wird dem Finanzminister nicht wirklich mehr Geld bringen als ein einziger pauschalierter Satz

Reitterer ortet in der Praxis noch mehrere Zusatzprobleme. Denn Hotelpreise passen sich stark der Nachfrage an.

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