Walter Meischberger verliert Prozess um Luxusvilla

Walter Meischberger verliert Prozess um Luxusvilla
Walter Meischberger verliert Prozess um Luxusvilla

Die Erwerbsgesellschaft beantragte die Delogierung. Meischberger bekämpfte die Räumung mit allen rechtlichen Mitteln vor dem Bezirksgericht Wien-Döbling.

Walter Meischberger hat den Gerichtsprozess um seine Luxusvilla in Wien-Döbling verloren. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Walter Meischberger bekämpft laut FORMAT seit mehr als einem Jahr die gerichtlich angeordnete Delogierung. Um seine millionenschweren Steuerschulden aus der Buwog-Affäre zu begleichen, brauchte Meischberger im Jahr 2011 einige Millionen Euro. Mit dem Verkauf der Villa tilgte er alle Steuerschulden. Die Villa wurde an eine zu dem Zweck errichtete Erwerbsgesellschaft verkauft. Hinter dieser Erwerbsgesellschaft stand Meischbergers damaliger Freund Heinrich Schuster. Der war laut FORMAT bereit, Meischberger kurzfristig finanziell unter die Arme zu greifen. Die Villa stellte für ihn eine Art Pfand dar. Es wurde vereinbart, dass Meischberger noch im Jahr 2012 alle Schulden begleicht. Falls Meischberger nicht in der Lage sein sollte, seine Schulden zu tilgen, sollte die Villa geräumt und dann verkauft werden.

Tatsächlich war Meischberger laut FORMAT nicht in der Lage, die Villa auszulösen. Deshalb startete die Erwerbsgesellschaft den Verkaufsprozess. Doch entgegen der Vereinbarung wollte Meischberger nicht ausziehen. Darum beantragte die Erwerbsgesellschaft die Delogierung. Meischberger bekämpfte die Räumung mit allen rechtlichen Mitteln vor dem Bezirksgericht Wien-Döbling. Das Gericht hat nun gegen Meischberger entschieden, wie aus dem FORMAT vorliegenden Urteil vom 17. September 2014 hervorgeht: „Aus dem als Notariatsakt abgefassten Liegenschaftskaufvertrag ist eine Räumungsverpflichtung des Klägers (Anm.: Meischberger) per 31. Juli 2012 ersichtlich, da insbesondere die Räumungsverpflichtung in Form eines Notariatsaktes abgefasst ist, konnte die beklagte Partei (Anm.: die Erwerbsgesellschaft) berechtigt aus dieser vertraglichen Vereinbarung die Räumungsexekution begehren.“

Zudem wird Meischberger laut FORMAT zur Zahlung eines Benutzungsentgelts an die Erwerbsgesellschaft verdonnert. „Ein Nutzungsentgelt von 5.000 Euro pro Monat für die Nutzung der Gesamtliegenschaft“ erscheint dem Gericht laut Urteil als „durchaus angemessen“, weshalb „die Höhe der Forderung auch ohne Einholung eines Immobiliengutachtens“ akzeptiert werde. Neben dem Verlust der Villa beklagt Meischberger nun Zusatzkosten für Nutzungsentgelt, Zinsen und Anwälte von mehr als 100.000 Euro.

Das Urteil des Bezirksgerichts ist nicht rechtskräftig.

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