Umfrage: Wie schätzen Sie die Wirtschaftslage ein?

Umfrage: Wie schätzen Sie die Wirtschaftslage ein?
Umfrage: Wie schätzen Sie die Wirtschaftslage ein?

Den Österreichern bereitet ihre wirtschaftsliche Situation zusehends Unbehagen.

Jeder Zweite im Lande ist der Meinung, dass die persönliche wirtschaftliche Lage in den letzten fünf Jahren unsicherer geworden ist. Die Hauptschuld dafür geben die meisten der schlechten Politik im Lande und auf EU-Ebene.

Die Angst vor Arbeitsplatzverlust, vor Billigkonkurrenz, vor sozialem Abstieg scheint aktuell ein beherrschendes Lebensgefühl zu sein, das auch politisch instrumentalisiert wird. Tatsächlich registrieren die Meinungsforscher eine „sehr große Polarisierung“, wenn es um das Thema Sicherheit geht, sagt Birgit Starmayr von market. Das Linzer Institut hat für den trend erhoben, wie die Österreicher die Entwicklung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation in den vergangenen fünf Jahren einschätzen.

Das Ergebnis: Knapp die Hälfte der Befragten geben an, die Lage sei unsicherer geworden, vier Prozent sagen, dass sich an ihrer prekären Lage in den letzten Jahre wenig verändert habe. Auf der anderen Seite meint ein Viertel, dass seine Situation unverändert stabil sei. 22 Prozent geben sogar an, dass sie sicherer geworden ist. Das sei, so Starmayr, Ausdruck einer gegenläufigen Entwicklung im Wirtschaftsgefüge, wo manche Branchen etwa durch Globalisierung und Digitalisierung enorm unter Druck sind, andere hingegen florieren.

Jene, die sich von wachsender Unsicherheit betroffen fühlen, haben auch eine klare Meinung, wo der Schuldige dafür zu suchen ist (siehe untere Grafik). 58 Prozent machen die österreichische Politik für die Misere verantwortlich – sogar um zehn Prozentpunkte mehr, als dem klassischen Sündenbock EU zugeschrieben wird. 30 Prozent sehen auch in der Macht der Großkonzerne einen wichtigen Grund darin, dass das Leben riskanter geworden ist. Im unmittelbar eigenen Umfeld – etwa durch Fehlentscheidungen im eigenen Unternehmen oder gar eigenes Unvermögen oder Bequemlichkeit – finden dagegen nur die wenigsten Befragten Ursachen für die Verschlechterung der Situation.

19 Prozent geben dem hohen Anteil an ausländischen Arbeitskräften mit Schuld. Je nach Wohnort, Alter und Ausbildung schwankt dieser Wert jedoch enorm: In Westösterreich sind es nur 14 Prozent, in Ostösterreich 23 Prozent. Besonders kritisch sehen dieses Thema Unter-29-Jährige (36 Prozent) und die Befragten, die lediglich die Pflichtschule absolviert haben (45 Prozent).

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Umfrage des Wirtschaftsmagazins trend, Ausgabe Juli 2015
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