"TV hat Sonderkonjunktur“

ORF-General Alexander Wrabetz erklärt, warum er die Zusammenarbeit mit Privatsendern sucht - und warum auch 2015 ein gutes Jahr für die Fernsehbranche wird.

"TV hat Sonderkonjunktur“

Format: Vor einem Jahr haben sich alle vor Netflix gefürchtet. Nun gibt es Analysten, die erwarten, dass Internetkonzerne wie Google oder Alibaba sich in den nächsten Jahren verstärkt mit Streaming-TV-Plattformen verbinden. Kauft Google 2015 Netflix?

Wrabetz: Mit Googles Finanzkraft ist das zumindest vorstellbar. Das Interessante aber ist, dass trotz all dieser neuen Plattformen 2014 eines der besten Jahre war, was den klassischen TV-Konsum betrifft - das gute, alte, lineare Fernsehen hält ein Rekordniveau. Die Österreicher sehen durchschnittlich 170 Minuten am Tag fern, das entspricht einer Reichweite von rund 4,6 Mio. Sehern. Nie wurde mehr ferngesehen. Der Start von Netflix hat auch keine relevante Auswirkung auf den Fernsehkonsum der Österreicher gehabt, zumindest bis jetzt. Es ist Aufmerksamkeit angesagt, aber keine Panik.

Sie selbst haben für das erste Quartal den Relaunch von Flimmit angekündigt, jener On-Demand-Plattform, an der Sie sich 2014 beteiligt haben. Was ist da zu erwarten?

Flimmit soll ebenso wie unsere TVthek das lineare Fernsehen ergänzen. Wir wollen österreichischen, deutschsprachigen, vielleicht auch europäischen Produktionen eine Plattform geben und konkurrenzieren da nicht Netflix & Co. Es wird in erster Linie Archivware sein, aber wir werden einzelne Angebote auch sehr zeitnah zur TV-Erstausstrahlung anbieten. Und: Bei bestimmten Eigenproduktionen planen wir sogar, auf Flimmit ein Preview anzubieten.

Lesen Sie den ganzen Artikel in FORMAT Nr. 51/52 2014
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