„Tschick“ Made in Austria wird bald wieder Realität

„Tschick“ Made in Austria wird bald wieder Realität

Reinhard Leitner will, dass die Tabakmarke„Tschick“ nicht nur nach Österreich klingt, sondern auch aus Österreich kommt. Der Entwickler hat mit seinem Zigaretten-Start-Up Tschickfabrik GmbH seit der Markteinführung am 1. September diesen Jahres einen Einstieg hingelegt, der alle Erwartungen übertraf. Nun will er die Produktion wieder nach Österreich holen. Der Tabak für die Austro-Zigarette soll ab 2015 in heimischer Landwirtschaft angebaut werden.

Fünf Jahre ist es her, dass die letzte Zigarettenpackung in Österreich vom Band ging. Für Reinhard Leitner, der auf über 20 Jahre Berufserfahrung bei der Austria Tabak zurückblicken kann, war das Aus der Produktion in Österreich eine emotionale Angelegenheit. Ob es mehr Sturheit oder Unternehmergeist ist, was den Entwickler der „Tschick“ antreibt ist schwer zu sagen. Für Leitner steht fest, er will die Zigarettenproduktion wieder nach Österreich bringen.

Austro-Marke "Tschick" startet seit September 2014 durch

Am 1. September diesen Jahres startete der Verkauf der „Tschick“ und das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Die Menge, die wir planten von September bis November zu verkaufen, war innerhalb einer Woche weg, wir waren sofort ausverkauft,“ erinnert sich Leitner. Derzeit wird die "Tschick" noch in Polen produziert. Am Weltmarkt wird der Tabak über die Firma Orion bei Warschau am Weltmarkt eingekauft. Herkunft des aromatischen Krautes ist aktuell Sambia. Das soll sich aber so bald wie möglich ändern.

Zukunftsvision: Tabak aus dem Burgenland, Produktion in Linz

Mit 10. November verkündet die Tschickfabrik GmbH die Eröffnung einer Niederlassung in Linz. In der ehemaligen Tabakfabrik gibt es genug Raum, um die Produktion in Oberösterreich wieder zu starten. Geplant ist für 2015 auch ein Pilotprojekt mit der Seewinkler Landwirtin Patricia Lehrner im Burgenland. Auf einem halben Hektar soll der Test-Tabak im kommenden Sommer gedeihen.

Trotz dem überraschend guten Start seines Produktes bleibt Leitner realistisch: „Ich bin nicht größenwahnsinnig, ein Prozent Marktanteil ist schon hochgegriffen aber wir wollen so viel wie möglich erreichen.“ Schafft die „Tschick“ eine relevante, stabile Marktgröße, plant Leitner den Kauf einer Maschine. „Die Ausmaße wie zu Zeiten der Tabak Austria können nie wieder erreicht werden, aber der Aufbau einer Manufaktur in Linz ist möglich.“ Die Tabakaufbereitung wäre allerdings eine Investition in Millionenhöhe, diesen Produktionsschritt wird man mit ungarischen oder deutschen Partnern gehen müssen.

Zigaretten Made in Austria ab 2016?

„Wir sprechen von einem Zeithorizont von frühestens einem Jahr, bis wieder die erste Zigarette in Österreich produziert wird“ sagt Leitner. Der österreichische Tabak soll schrittweise zugemischt werden. Geplant sind schon weitere Produkte, so soll es eine „Natural“ Sorte geben, die ganz ohne Zusatzstoffe auskommt. „Wir bemühen uns den Anbau und die Produktion so fair und biologisch wie möglich zu machen: Faire Löhne, faire Preise, keine Tierversuche und keine Kinderarbeit könnte man mit der Produktion in Österreich gewährleisten“ sagt Leitner. Die „Tschick“ soll aber kein teures Nischenprodukt im Hochpreissegment werden. Die österreichische Zigarettenmarke ist und bleibt am unteren Preisrand angesiedelt mit 4,20 Euro pro Packung. Im Frühjahr 2015 sollen weitere Produkte in die Trafik kommen. Zur roten und blauen "Tschick" gesellen sich eine weiße, sowie eine schwarze Sorte mit etwas schärferer Tabakmischung.

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