Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, Mann des Jahres 2015

Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, Mann des Jahres 2015
Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, Mann des Jahres 2015

Mr. Runtastic Florian Gschwandtner

Der trend hat Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner zum Mann des Jahres gewählt. Im Sommer übernahm Adidas sein Start-up um 220 Millionen Euro. Gschwandtner wird als CEO weiterhin dafür sorgen, dass sich fitnessbegeisterte Menschen weltweit von den Runtastic-Apps begleiten lassen.

Gemeinsam mit seinem Team hat Florian Gschwandtner vollbracht, wovon viele junge Gründer träumen: den ganz großen Deal. Im Sommer hat Adidas sein Start-up Runtastic um 220 Millionen Euro übernommen. Mit Putz und Stiel, also dem gesamten Team und den Co-Gründern Alfred Luger (COO), Christian Kaar (CTO) und René Giretzlehner (System Architekt), alle Anfang 30. Gschwandtner bleibt CEO und ist ein wesentlicher Partner für die Digitalstrategie von Adidas.

Im Herbst 2013 hatten die Jungunternehmer bereits die Mehrheit an Runtastic um 22 Millionen Euro an den Axel-Springer-Verlag verkauft. Knapp zwei Jahre später folgte der finale Exit.

Am 5. August wurde dieser besiegelt. Adidas übernahm den 51-Prozent-Anteil des Medienkonzerns Axel Springer und die Anteile der weiteren privaten Gesellschafter. Die vier Gründer kassierten jeweils knapp 24 Millionen. Den größten Schnitt machte der Springer Verlag. In knapp zwei Jahren wurden aus den investierten 22 Millionen satte 112 Millionen. Gschwandtner gab den Deal via Facebook bekannt.

Florian Gschwandtners Facebook-Posting vom 5. August 2015

Runtastic ist ein digitaler Fitness-Anbieter, der Fitness-Apps für Smartphones entwickelt. Im Jahr 2012 hat Runtastic neben der Software auch damit begonnen noch Sportzubehör und Accessoires zu verkaufen. Heute besteht das Runtastic-Universum aus 19 Smartphone- und Tablet-Anwendungen, die in Summe mehr als 150 Millionen Mal heruntergeladen wurden und von 75 Millionen registrierten Nutzern für ihre verschiedenen Sportaktivitäten verwendet werden.

Im Kernbereich des Joggens gehört Runtastic zu den top fünf App-Anbietern weltweit. Die meisten der von Runtastic angebotenen Apps sind zunächst gratis, Geld verdient das Start-up durch den Verkauf von Werbung, Premiumangeboten und dazu passenden Hardwareprodukten. Seit dem Jahr 2011 bilanzierte Runtastic positiv. 102.000 Euro standen damals unterm Strich als Gewinn. 2014 wies die Runtastic-Bilanz einen Gewinn von knapp drei Millionen Euro aus.

Runtastic-Co-Founder Alfred Luger, René Giretzlehner und Christian Kaar

John-Paul O’Meara, Senior Vice President Strategy der Adidas-Gruppe, begründet den Kauf: "Runtastic hat eine sehr große Basis von hochaktiven Usern, die auch tatsächlich Sport treiben und auf ihre Fitness achten. Genau nach so einem in jeder Hinsicht sportlichen Unternehmen haben wir gesucht. Vor allem Florians Energie und seine Leidenschaft haben mich beeindruckt und passen perfekt in unsere Kultur.“

Die Geschichte des Unternehmens ist kurz: Am 10. Oktober 2009 erfolgte die Eintragungals Runtastic GmbH, am 24. November 2009 veröffentlichten sie die erste App für das iPhone, am 11. Dezember 2009 startete das Webportal runtastic.com. Als wichtigster Business Angel gilt Johann "Hansi“ Hansmann. Er lernte die Gründer im November 2010 auf einem der Vorgängerevents des heutigen Pioneers Festivals kennen. Anfang 2012 wurde daraus eine geschäftliche Beziehung. Stockende Verhandlungen mit deutschen Medienhäusern, die bei Runtastic einsteigen wollten, riefen Hansmann auf den Plan. Er konnte die Gründer überzeugen, der bessere und strategisch wertvollere Partner zu sein: Hansmann zahlte 1,2 Millionen Euro und erhielt 13 Prozent der Runtastic-Anteile. Auch für ihn hat sich das Investment gelohnt.

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