Raiffeisen Zentralbank sackt 2014 in die Verlustzone ab

Die Zeit der Gewinne ist bei der RZB nun vorbei.
Die Zeit der Gewinne ist bei der RZB nun vorbei.

Die Zeit der Gewinne ist bei der RZB nun vorbei.

Im vergangenen Jahr hat die Bilanz der RZB tief in die roten Zahlen gedreht. Schuld ist die Osteuropatochter RBI. Auch das Eigenkapital hat gelitten.

Die Raiffeisen Zentralbank ist im vergangenen Jahr wegen der Verluste bei der börsenotierten Osteuropatochter RBI in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von 323 Millionen Euro nach einem Plus von 422 Millionen Euro im Jahr davor.

Dividende gestrichen

Gelitten hat die RZB voriges Jahr primär durch die roten Zahlen der RBI, an der die RZB 60,7 Prozent hält - vor der RBI-Kapitalerhöhung von Anfang 2014 waren es noch 78,5 Prozent gewesen. Für 2013 hatte die Osteuropa-Bankentochter insgesamt noch 298,3 Mio. Euro an Dividende ausschütten können. Die Eigentümer der Raiffeisen Zentralbank - die regionalen Raiffeisen Landesbanken - würden daher vor das zurückliegende Jahr keine Dividende bekommen. Für das abgelaufene Jahr 2014 hat die RBI erst vor zwei Wochen ihren Jahresverlust mit 493 Mio. Euro bestätigt, nach noch 557 Mio. Euro Konzerngewinn 2013. Aktueller Aktienkurs RBI

Im Jahresverlauf hat die RBI an der Börse über 40 Prozent an Wert verloren. Seit Jahresbeginn hat sich das Papier wieder etwas erholt.

Ergebnisrückgang: 93 Prozent

Vor Steuern sackte das Konzernergebnis der RZB 2014 von 1,049 Mrd. auf 71,8 Mio. Euro ab, ein Rückgang um 93,2 Prozent, wie aus der am Donnerstag im "Amtsblatt" der "Wiener Zeitung" veröffentlichten Bilanz hervorgeht. Auffallend stark verschlechterte sich dabei der Posten "Sonstiges betriebliches Ergebnis", bei dem sich das Minus von 71,5 auf 674,7 Mio. Euro ausweitete; darin enthalten sind u.a. von 3,2 Mio. auf 305,7 Mio. Euro ausgeweitete Firmenwertabschreibungen sowie einmalige Aufwendungen für Fremdwährungskredite (Settlement Act) in Höhe von 251,3 Mio. Euro. Die Wertminderungen von Firmenwerten beziehen sich vor allem auf Konzerneinheiten in Russland, Polen und Albanien, heißt es dazu im Anhang zum Konzernabschluss. Im Jahr davor hatten die damals geringeren Impairments Einheiten in Tschechien, Ungarn und Weißrussland betroffen.

Erfolgreich beim Zinsgeschäft

Im Zinsgeschäft erzielte die RZB einen um 2,4 Prozent auf 4,024 (3,931) Mrd. Euro gestiegenen Überschuss. Durch einen starken Anstieg der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 46,0 Prozent auf 1,752 (1,200) Mrd. Euro schmolz allerdings der um diese Summe verringerte Zinsüberschuss um 16,8 Prozent auf 2,273 (2,731) Mrd. Euro zusammen. Der Provisionsüberschuss stagnierte bei 1,647 (1,630) Mrd. Euro (+1,0 Prozent).

Verwaltungskosten leicht gesenkt

Auf Seiten der Aufwendungen wurden die Verwaltungskosten - der mit Abstand größte Posten - um 4,8 Prozent auf 3,294 (3,460) Mrd. Euro gesenkt. Obwohl das Ergebnis vor Steuern nur 71,8 (1.049) Mio. Euro betrug, musste die RZB 504,1 (293,5) Mio. Euro Steuern vom Einkommen und Ertrag berappen, um 71,8 Prozent mehr. Nach Steuern blieb so ein Verlust von 432,3 Mio. Euro (nach 755,5 Mio. Euro Gewinn 2013); bereinigt um Ergebnisse der nicht beherrschenden Anteile (109,0 Mio. nach -333,4 Mio.) blieben 323,3 Mio. Euro Verlust (nach 422,1 Mio. Euro Gewinn).

Eigenkapital ging stark zurück

Die Bilanzsumme der RZB schrumpfte leicht um 1,6 Prozent auf 144,9 (147,3) Mrd. Euro. Das auf der Passivseite ausgewiesene Eigenkapital ging um 20,8 Prozent auf 9,332 (11,788) Mrd. Euro zurück, das Konzern-Eigenkapital sank um 13,7 Prozent auf 5,651 (6,546) Mrd. Euro.

Die acht Raiffeisen-Landesbanken halten 89,86 Prozent an der RZB, und diese gehören wiederum je nach Bundesland den einzelnen Raiffeisenkassen.

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