"Pioneers Ventures": Frische Steroide für Europas Start-ups

"Pioneers Ventures": Frische Steroide für Europas Start-ups

Klaus Matzka: "Wir werden in ganz Europa investieren"

Es kommt Bewegung in Österreichs Gründerszene: Das Crowdfunding-Gesetz soll im Oktober kommen, internationale Konzerne kooperieren mit Start-ups und ein neues Programm der Pioneers-Organisatoren soll Tech-Gründer finanziell weiter fördern.

Langsam aber sicher kommt Bewegung in Österreichs Start-up-Szene - sichtbar wurde dies unter anderem durch das Pioneers Festival, das diese Woche rund 3000 Teilnehmer in die Hofburg lockte, darunter Jungunternehmer und Investoren aus aller Welt. Doch abgesehen von dem Event, das einmal pro Jahr für viel Trubel in den feudalen Hallen sorgt, tut sich auch unter dem Jahr viel in der Szene: Mit Harald Mahrer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium wurde etwa ein Mann in der Regierung etabliert, den die Szene liebevoll "Mister Start-up" nennt. "Auf dem Event wurde ich mehrmals als 'Chief Innovation Wizard' bezeichnet", sagt Mahrer schmunzelnd: Dabei gehe es bei seinen Plänen nicht um Magie, sondern um eine klare, strategische, langfristig angelegte Vorgehensweise. Das von der Regierung geplante Crowdfunding-Gesetz soll etwa im Oktober in Kraft treten. Auch Verbesserungen bei F&E-Aktivitäten und Philanthropie sind geplant.

Harald Mahrer und Andreas Tschas: Der "Chief Innovation Wizard" zaubert langfristig.

Parallel zur Regierung springen immer mehr Konzerne auf den Zug auf. Pioneers-Chef Andreas Tschas nennt etwa das Programm "Pioneers Discover", mit dem die Grenzen zwischen Unternehmen und Kontinenten fallen sollen: Unternehmen wie PWC, Red Bull, OMV, Cisco und Konica-Minolta nutzen das Umfeld von Pioneers, um Kontakt zu den jungen, frischen Unternehmen aufzubauen; unter dem Jahr hat das Pioneers-Team rund 160 Events außerhalb Wiens organisiert - in Europa, den USA, und sogar in Japan. Cisco wählt im Rahmen der Pioneers-Kooperation vielversprechende Start-ups aus, die im Rahmen eines "Entrepreneur in Residence"-Programms strategisch gefördert werden.

Der nächste Schritt: "Pioneers Ventures"

Der nächste Schritt der Szene trägt nun den Namen "Pioneers Ventures". Gemeinsam mit dem Risikokapital-Fonds Speedinvest unterstützen die Pioneers-Organisatoren Start-ups in ihrem Wachstum, indem sie ihnen Zugang zu Kunden verschaffen, sie international vernetzen und auch Zugang zu Kapital verschaffen: "Das Ziel ist eine Fonds-Größe von 80 Millionen Euro", sagt Klaus Matzka, der bei Pioneers für das Programm verantwortlich ist und seit dem Jahr 2000 selbst in Start-ups investiert. Acht Millionen Euro für die Pre-Seed-Phase kommen von Pionners Ventures, von Speedinvest insgesamt 72 Millionen Euro. In einer ersten Finanzierungsrunde hat der Fonds eine Größe von 58 Millionen Euro.

"Wir werden damit in ganz Europa investieren, mit Fokus auf den CEE-Raum", sagt Matzka. Der Fokus liegt ausschließlich auf IT-Unternehmen; Financial Tech, Cloud Computing, das Internet der Dinge, E-Health und Retail nennen die Verantwortlichen als die vielversprechenden Branchen.

Erst im März hatte Oliver Holle, Gründer von Speedinvest, seinen neuen Risikokapital-Fonds "Speedinvest 2" vorgestellt. Dieser hat eine Größe von knapp 60 Millionen Euro.

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