Online-Shopping: Österreicher übertreffen Asiaten

Online-Shopping: Österreicher übertreffen Asiaten

Eine Umfrage unter Konsumenten in neun Ländern ergab, dass die Österreicher mit Abstand am meisten online shoppen. Die Fondsgesellschaft M&G analysiert mögliche Auswirkungen des steigenden Online-Shoppings auf die Inflation.

Das Marktforschunginstitut YouGov hat in einer repräsentativen Umfrage europäische und asiatische Verbraucher im Auftrag des britischen Fondsmanager M&G Investments nach ihrem Online-Shopping-Verhalten befragt. Für die Umfrage wurden Konsumenten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz, Singapur und Hongkong ausgewählt. Das Ergebnis ist überraschend: Österreicher shoppen am häufigsten online.

Die zentrale Fragen, die YouGov den Umfrageteilnehmern stellte: Wie oft haben Sie im Juli 2015 online eingekauft?

Generation X shoppt am meisten im Netz

71 Prozent der Befragten haben im Juli 2015 mindestens ein Stück im Internet erstanden.Viele von den Befragten haben sogar zwei bis drei Sachen online gekauft. Aus dieser Umfrage stechen die Österreicher jedoch hervor. 78 Prozent der Befragten haben im Juli etwas online gekauft. Damit steht Österreich an erster Stelle unter den acht Nationen, die befragt wurden. Nicht nur jener, die online etwas kaufen, ist in Österreicher überdurchschnittlich hoch, auch bei jenen, die am meisten Produkte kaufen, liegt Österreich vorne. Im Schnitt haben diese im Juli fünf Stücke gekauft. Nur die Engländer kauften ebenso viel ein. In Singapur und Hong Kong kauften die Online-Käufer im Schnitt vier Teile.

In Deutschland gingen 68 Prozent der Befragten im Juli auf Online-Shopping-Tour. Frankreich bildete das Schlusslicht mit 61 Prozent. Die Menschen in Hong Kong gingen im Juli 68 Prozent der Befragten auf Online-Shopping-Tour. Am meisten nehmen das Shoppen im World Wide Web 35 bis 34-jährige (Generation x) in Anspruch, wobei in Italien, Frankreich und den asiatischen Märkten die jüngere Bevölkerung die regelmäßigeren Onlinekäufer darstellen.

Insgesamt sieben von zehn Online-Usern gaben an, im Juli mindestens ein Item online gekauft zu haben, so ein weiteres Ergebnis der YouGov-Umfrage. "Diese zeigt deutlich den steigenden Trend, online einzukaufen", so die Meinungsforscher.

Mögliche Auswirkungen des zunehmenden Onlinehandels:
"Die steigenden Onlineeinkaufszahlen könnten einen großen Einfluss auf die zukünftige Inflation haben", glaubt Jim Leaviss, Chef der Fixzinsabteilung bei M&G Investments. Da das Internet den Verbrauchern die Möglichkeit bietet, Preise sehr schnell und effektiv zu vergleichen, erhöht sich der Wettbewerb unter den Anbietern deutlich. Mittelfristig könnte das Wachstum des E-Commerce eine deflationäre Wirkung für bestimmte Branchen, wie Reisebüros oder Buchhandel, entfachen. Das bedeutet: In einzelnen Branchen könnten die Preise aufgrund des harten Preisvergleichs der Kunden sinken. Das wiederum senkt die Inflation. "Die meisten Verbraucher gehen zwar von deutlich höheren Inflationsraten als aktuell in Europa zu finden sind, aus. Dennoch sehen wir den starken Druck auf den Handel als ein nicht zu vernachlässigendes gegensteuerndes Element.“

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