Online-Marketing: Österreich hinkt hinterher

Die Internetnutzung, vor allem mit mobilen Endgeräten, steigt weltweit an. Auch Werber erkennen den Stellenwert von Online-Marketing, doch Österreich hinkt in Sachen digitales Marketing im europäischen Vergleich hinterher. In kaum einem anderen vergleichbaren Land gibt es so wenige Online Jobs wie hierzulande und auch der Umsatz, den Österreich mit Online-Werbung erzielt, sieht im Vergleich alt aus.

Online-Marketing: Österreich hinkt hinterher

Die meisten Werbeausgaben in Europa werden vor allem im Bereich TV ausgegeben. Gleich darauf folgt Online-Marketing, noch vor Print-Produkten, Außenwerbung und Radio. Mit Suchmaschinen-Marketing wird zudem mehr Umsatz erzielt als mit Display-Werbung wie Banner und Video. Der Online-Anteil der Werbung in Österreich liegt bei 14 Prozent, in Europa jedoch macht Online fast ein Drittel aus. In Österreich ist Print-Werbung mit über der Hälfte des Gesamtanteils unangefochten Werbeträger Nummer Eins.

Die Top 10 der Online-Werbung führt in Europa Großbritannien mit dem größten Umsatz an, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Russland. Österreich schafft es auf Platz 15, gerade noch vor Irland, Finnland und Tschechien und hinter Belgien, der Türkei und Polen.

Zukunft Digitalindustrie

Prognosen der Branche deuten darauf hin, dass Online Marketing in den nächsten Jahren stetig wachsen wird. Das bedeutet auch Chancen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Jobs in der Vermarktung von Display- und Bewegtbild-Werbung suchen fähigen Nachwuchs.Traffic Manager, Social Media Specialist und Content Manager werden in Zukunft von der Branche gebraucht. Großbritannien stellt aktuell die meisten Beschäftigten (in absoluten Zahlen) in der Digitalindustrie. Schweden hat in Relation zur Gesamtbevölkerung die höchste Beschäftigungsquote in der Online-Branche. Geht man von einer analogen Entwicklung aller EU Staaten im Vergleich zu Schweden aus, so ergibt dies ein Potential von 1,5 Millionen neuen Arbeitsplätzen im digitalen Wirtschaftsbereich der Europäischen Union. Der Standort Österreich bewegt sich da aktuell eher im unteren Mittelfeld: Mit nur knapp einer Million mehr Einwohner, gibt es in Schweden sieben Mal mehr Online Jobs. In Deutschland drei Mal mehr. Selbst kleinere Ländern, wie Irland, Dänemark, Finnland und die Slowakei bieten aktuell mehr Jobs in der Online-Branche.