OMV will nach Russland expandieren

OMV will nach Russland expandieren

OMV-CEO Rainer Seele

Trotz aller Krisen und Spannungen will Österreichs Öl- und Gaskonzern OMV nach Russland expandieren. Den neuen Geschäftsführer Rainer Seele locken vor allem die niedrigen Produktionskosten. Kooperationsverhandlungen mit Gazprom haben begonnen.

Die OMV drängt ungeachtet der politischen Spannungen auf den russischen Markt. Den neuen Firmenchef Rainer Seele ziehen vor allem die niedrigen Produktionskosten für die Ölförderung in das riesige Land. "Wir haben eine frappierende Veränderung in der Öl- und Gasbranche: Wir gehen von einem Wettbewerb des Wachstums zu einem Wettbewerb der Kosten", sagte Seele bei der OMV-Bilanzpräsentation. "Gerade in einer Phase mit niedrigen Ölpreisen müssen sich die Unternehmen über die Kostenpositionen definieren."

Den Sprung nach Russland will die OMV gemeinsam mit dem russischen Energiemonopolisten Gazprom wagen. Neben der Entwicklung einer Öl- und Gas-Lagerstätte in Sibirien will sich die OMV in einem Konsortium mit der BASF -Tochter Wintershall, E.ON und Shell am Ausbau der Gaspipeline Nord Stream beteiligen.

Erdgas-Pipeline nach Österreich

Die beiden Pipelines durch die Ostsee sollen bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Gas nach Deutschland bringen. "Wir haben Interesse daran, dass das Gas bis zum österreichischen Verteilerpunkt Baumgarten kommt und damit die Versorgungssicherheit gestärkt wird", sagte Seele.

OMV und Gazprom wollen das Geschäft über einen Anteilstausch abwickeln. Die Gespräche darüber sind allerdings noch in einem frühen Stadium. "Wir machen sicher keinen Sommerschluss-Verkauf bei der OMV", betonte Seele. Details könne er noch nicht nennen. Vehement ausgeschlossen hat er einen Einstieg des russischen Energieriesen bei der OMV.

Die Kursentwicklung der OMV-Aktie: Gegenüber dem Jahreshoch von 30,40 Euro Anfang Mai hat das Papier wieder 22 Prozent verloren.

An der Börse wurde die OMV in den letzten Monaten wieder abgestraft. Nach einem von Mitte Dezember 2014 bis Anfang Mai 2015 andauernden Höhenflug, während dem das Papier um über 50 Prozent an Wert gewann, geht die Tendenz seither wieder steil nach unten. Vom 52-Wochen-Tief trennen die Aktie nur noch vier Euro.

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