ÖVAG: Zwei Millionen Euro Konzernverlust im ersten Quartal

ÖVAG: Zwei Millionen Euro Konzernverlust im ersten Quartal

Der Abbau im ÖVAG-Konzern wird auch im ersten Quartal 2015 eifrig vorangetrieben, meldet das Unternehmen. Der Verlust im ersten Quartal betrug zwei Millionen Euro. Am 28. Mai wird die Zerschlagung der ÖVAG beschlossen, in seiner jetzigen Form ist das Unternehmen ab dann Geschichte.

Die vorm Abbau stehende teilstaatliche Volksbanken AG (ÖVAG) ist zum Jahresauftakt in der Verlustzone geblieben. Die Konzernverluste fielen im Erstquartal mit 9 Millionen vor Steuern und unterm Strich 2,17 Mio. Euro aber vergleichsweise unspektakulär aus. Voriges Jahr im Erstquartal lag der Nettoverlust bei 59 Mio. Euro, im gesamten Jahr 2014 schloss der Konzern mit einer halben Milliarde Minus.

Ein Grund für den letztlich rückläufigen Konzernverlust im ersten Vierteljahr 2015 war, dass wegen des weiterlaufenden Abbaus weniger Kreditwertberichtigungen nötig waren, außerdem wurden gebildete Kreditvorsorgen aufgelöst. Auch die Personalkosten waren rückläufig. Der Personalstand sank in den drei Monaten um 49 Mitarbeiter, Ende März hatte die Bank noch 1.268 Mitarbeiter, davon 280 außerhalb Österreichs.

Umbau im Konzern

Die Bilanzsumme wurde abbaubedingt um 0,3 Mrd. Euro weiter zurückgefahren. Sie lag Ende März bei 14,8 Mrd. Euro. Im Ergebnis des ersten Quartals fielen bereits Verkäufe von Beteiligungen ins Gewicht. Zum Teil wurden Vorjahreswerte adaptiert. Eine AG-Bilanz (Einzelabschluss) wurde zum Quartal nicht veröffentlicht.

Nach dem jüngst erfolgten Verkauf der Volksbank Romania (Closing am 7. April 2015) finden zur Zeit konkrete Verhandlungen mit Bietern für Firmen der VB Leasing International Gruppe statt, teilte die Bank am Dienstag weiter mit. Die Datenräume dafür sind eingerichtet, teilweise laufen Due Diligence Prüfungen.

ÖVAG wird zur Bad Bank

In der Hauptversammlung am 28. Mai soll die Zerschlagung der ÖVAG fixiert werden, also der Spaltungs- und Übernahmsvertrag genehmigt werden. Die ÖVAG wird zur Bad Bank, der Spitzeninstitutsteil geht auf die Volksbank Wien-Baden über. An diesem Tag gibt es auch einen Kapitalschnitt, um die aufgelaufenen Verluste zu beseitigen.

Die rechtliche Spaltung der ÖVAG, das heißt die Übertragung des abgespaltenen Teils auf die Volksbank Wien-Baden, die Zurücklegung der Bankkonzession durch die ÖVAG und ihr Austritt aus dem Haftungsverbund ist für 4. Juli vorgesehen. Die ÖVAG, wie sie jetzt besteht, ist damit Geschichte.

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