Österreichs Wirtschaft lahmt im ersten Quartal

Österreichs Wirtschaft lahmt im ersten Quartal

Die Konsumlaune der Österreicher hält sich in Grenzen, doch sie trägt maßgeblich zum geringen Wachstum bei.

Wenig verändert zeigt sich Österreichs Wirtschaft nach dem ersten Quartal 2015: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt das Wachstum minimale 0,1 Prozent. Doch auch das ist schon positiv, denn die vergangenen vier Quartale stagnierte die heimische Konjunktur.

Österreichs Wirtschaft kommt weiter nicht vom Fleck. Im ersten Quartal hat das Bruttoinlandsprodukt heuer im Vergleich zum letzten Quartal 2014 real um magere 0,1 Prozent zugelegt - davor hatte das BIP jedoch vier Vierteljahre in Folge überhaupt stagniert.

Damit habe sich Anfang 2015 die Schwächephase des Vorjahres fortgesetzt, erklärte das Wifo am Donnerstag zu seiner BIP-Schnellschätzung.

Ein zarter Aufwind steht laut Wifo-Expertin Sandra Bilek-Steindl noch aus: Die Wirtschaft in Österreich kommt "noch nicht so richtig in Schwung", es würde noch dauern. Die positiven Effekte des billigeren Öls und der für die Exportwirtschaft günstigen Euro-Abwertung gegenüber dem Dollar würden sich wohl erst im 2. Halbjahr zeigen.

Die geringe Expansion wurde laut Wirtschaftsforschungsinstitut vor allem von der - freilich verhaltenen - Konsumnachfrage getragen. Keinen positiven Wachstumsbeitrag lieferten erneut die Investitionen. Die Industriekonjunktur verläuft laut Wifo "anhaltend schwach" und auch in der Bauwirtschaft war die Wertschöpfung erneut rückläufig (-0,3 Prozent)

Die Ausweitung der Importe drückte den Beitrag des Außenhandels zum Wirtschaftswachstum. Sowohl die Exporte (+0,7 Prozent) als auch die Importe (+0,8 Prozent) zogen etwas an. Die Belebung reicht jedoch nicht aus, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln.

Dienstleistungsbereich trägt positiv zum Wachstum bei

Das Wirtschaftswachstum etwas vorangetrieben hat der Dienstleistungsbereich: Die Wertschöpfung im Bereich Handel und Kfz, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie insgesamt um 0,2 Prozent. Im Sektor Kommunikation wurde sie um 0,9 Prozent ausgeweitet, im Kredit- und Versicherungswesen und den sonstigen Dienstleistungen um jeweils 0,3 Prozent.

Im Jahresabstand lag das BIP im 1. Quartal real um 0,4 Prozent höher, nach einem Rückgang um 0,1 Prozent im Schlussquartal 2014. In den drei Vierteljahren davor, vom 3. bis zum 1. Quartal 2014, war die heimische Wirtschaft binnen Jahresfrist noch um 0,3, 0,6 und 0,5 Prozent gewachsen.

Das Update der Q1-Zahlen hat das Wifo für den 29. Mai geplant. Die nächste Konjunkturprognose von Wifo und IHS steht für 18. Juni an. Zuletzt hatten die Institute im März für heuer ein reales Wachstum von 0,5 bzw. 0,8 Prozent vorhergesagt. Der IWF und die Bank Austria waren zuletzt mit jeweils 0,9 Prozent BIP-Plus für 2015 etwas optimistischer, allerdings soll die Eurozone heuer laut IWF um 1,5 Prozent expandieren.

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