Das Kapperl ist zurück im Cockpkit: Lauda fliegt wieder

Das Kapperl ist zurück im Cockpkit: Lauda fliegt wieder

Niki Lauda hebt wieder ab - wieder einmal als Flugunternehmer.

Zum vierten Mal in seiner Karriere steigt Niki Lauda ins Fluggeschäft ein. Er hat die Bedarfsflugfirma Amira erworben. Lauda will der Airline einen neuen Namen verpassen und mit ihr abheben.

Niki Lauda ist kein Mann, der gerne am Boden bleibt. Der dreifache Formel-1-Weltmeister, aktueller Aufsichtsratschef und Miteigentümer des Merceds AMG Formel 1 Teams Niki Lauda steigt wieder in das Fluggeschäft ein. Schon 1979 hatte er seine erste Fluglinie, die Lauda Air, gegründet. Es folgte die Flyniki, die heute zur Air Berlin gehört.

Kurz vor Weihnachten hat Lauda das Bedarfsflugunternehmen Amira Air von seinem langjährigen Geschäftspartner, dem Investor Ronny Pecik, gekauft. Zum Kaufpreis gab es von Lauda keine Angaben. Zum Hergang des Ereignisses sagte er: "Ronny Pecik hat mich gefragt, ob ich Interesse habe. Ich hab mir das angeschaut und zugeschlagen."

Das im Jahr 2004 von Pecik gegründete Unternehmen mit Sitz in Wien-Schwechat hat derzeit 70 Mitarbeiter und zwölf Flugzeuge. Es beschreibt sich als "exklusiver Flugzeugcharter im Executive-Bereich". Die gehobene Klientel kann via Amira einen Businessjet samt Piloten mieten, aber auch den eigenen Jet bei Amira "unterstellen" und von Amira betreiben lassen.

Auf Expansionspfad

Lauda plant das Unternehmen auszubauen: "Ich will mehr draus machen", sagte er der Zeitung. Ein österreichisches Bedarfsflugunternehmen sei "eine tolle Sache, weil Flugzeuge mit dem Kürzel OE weltweit überall hinfliegen dürfen."

Seine jetzt wieder fortgesetzte Karriere als Flugunternehmer hatte Lauda 1979 begonnen, als er die erste "Lauda Air" als reines Bedarfsflugunternehmen mit zwei Fokker-Maschinen gründete. Das Unternehmen wurde später neu gegründet, 1988 gab es den ersten Linienflug, 1990 die weltweite Linienflugkonzession.

1993 beteiligte sich die Deutsche Lufthansa an der Lauda Air, 1997 stieg die AUA (Austrian Airlines) ein. Bis 2001/2002 erhöhte die AUA sukzessive auf 99 Prozent an der hohe Verluste schreibenden Lauda Air. Die AUA hat die Charter-Marke Lauda Air erst 2013 aufgegeben.

2003 gründete Lauda - nach dem Kauf der Österreich-Tochter des deutschen Aero Lloyd - noch einmal eine Fluglinie. Diesmal mit dem Namen "flyniki" bzw. "Niki". 2004 kam mit 24 Prozent die Air Berlin an Board, 2010 stockten die Deutschen bei Niki auf knapp 50 Prozent auf. Ende 2011 schluckte Air Berlin den Rest.

Wie die aus Pecik-Besitz neu erworbene kleine Charterairline unter Lauda-Führung künftig heißen soll, steht nicht fest. Die Namensrechte "Lauda Air" und "Niki" sind vergeben. Ob er beim Namen "Amira" bleiben wird? "Darüber denke ich noch nach", sagte er der Zeitung. Er will dort auch als Pilot tätig sein.

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