Interio vor Neupositionierung - österreichische Tradition im Fokus

Interio vor Neupositionierung - österreichische Tradition im Fokus

Interio-Eigentümerin und Chefin Janet Kath.

Bauernschrank statt Schweden-Chic: Interio setzt künftig auf die österreichische Möbeltradition. Interio-Eigentümerin Janet Kath will mit einer Selektion von Vienna-Design-Week-Direktorin Lilli Hollein neu durchstarten.

Nach einer kleineren Durststrecke will Interio-Eigentümerin Janet Kath heuer neu durchstarten. Wie das Wirtschaftsmagazin trend in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe schreibt hat sich Kath dazu die Chefin der Vienna Design Week, Lilli Hollein, an Bord geholt. Die Tochter des Architekten Hans Hollein soll als Kuratorin junge heimische Designer ausfindig machen, die die Klassiker der österreichischen Einrichtungstradition wie Kredenzen, Eckbänke, Bauernschränke oder den typischen Diwan speziell für Interio neu interpretieren.

Zuletzt drückte der zunehmende Preiskampf in der Branche aufs Geschäft von Interio, angeheizt durch die Riesen Kika/Leiner und XXXLutz. Die Filialexpansion seit 2010 drehte die Bilanz kurzfristig in die roten Zahlen. Heuer soll der Turnaround glücken, sagt Kath, der Umsatz (2012/13: 30 Millionen Euro) habe zuletzt um fünf Prozent zugelegt, ganz entgegen des Branchentrends (-2,6 Prozent 2014).

Neue Edition Interio

Um das neue Österreich-Konzept lückenlos umzusetzen, soll jedenfalls auch verstärkt in Österreich produziert werden: "Ich kenne genug österreichische Handwerksbetriebe, die beste Qualität zu vernünftigen Preisen anbieten", erklärt Kath. Derzeit werden technische Details der einzelnen Produkte abgestimmt, im Spätsommer soll der Katalog mit der neuen "Edition Interio" erscheinen.

In Zukunft will sich Kath außerdem auf die „Interio Wohngalerien“ mit maximal 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche in Toplagen konzentrieren, ergänzt durch den Ausbau der Internet-Präsenz: „Eine riesige Chance für uns, denn so erreichen wir auch Kunden außerhalb der Ballungszentren.“

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