Infrastrukur: Führungskräfte strafen Standort Österreich ab

Infrastrukur: Führungskräfte strafen Standort Österreich ab

Österreichs Führungskräfte befinden die Infrastruktur-Politik als mangelhaft. Aus dem aktuellen Infrastrukturreport des Standort-Kongresses "Future Business Austria" geht hervor, dass die Manager der großen Unternehmen Österreichs sehr unzufrieden mit der Standortpolitik sind.

Die Manager großer Unternehmen in Österreich sind alles andere als zufrieden mit der Standortpolitik hierzulande. Das geht aus dem "FBA Infrastrukturreport" hervor, der heute im Rahmen des Standort-Kongresses "Future Business Austria" (www.fba.or.at) im Regierungsgebäude am Wiener Stubenring präsentiert wird.


In dem Bericht sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 240 Managern großer Unternehmen in Österreich sowie qualitative Interviews mit rund 100 österreichischen und internationalen Experten aus Politik und Wirtschaft zum Thema Infrastruktur zusammengefasst.

Fast jeder Fünfte erkennt überhaupt keine Infrastruktur-Politik

Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur drei Prozent der befragten Manager sind vollkommen zufrieden damit, was seitens der politisch Verantwortlichen für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Standorts getan wird. Sieben Prozent urteilen mit "gut", 37 Prozent würden die Schulnote "Befriedigend" vergeben und jeder Dritte nur ein "Genügend". 18 Prozent der Befragten sind gar der Meinung, es werde von der Politik "überhaupt nichts" für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes getan.


Nur zwei Prozent halten Österreich im internationalen Vergleich für "sehr wettbewerbsfähig", 31 Prozent finden die Wettbewerbsfähigkeit des Landes "gut" und 50 Prozent immerhin "befriedigend".

"Nach Bildung, Innovation und Forschung ist eine gut ausgebaute Infrastruktur nach Ansicht der Manager der wichtigste Standortfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit", sagte FBA-Initiator David Ungar-Klein. "Im Ranking liegt der Standortfaktor Infrastruktur sogar noch vor niedrigen Steuern."

Mit einer optimal entwickelten Infrastruktur könnte Österreichs Wirtschaft viel mehr leisten - um 22,5 Mrd. Euro könnte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr höher ausfallen, so die FBA-Modellrechnung, die auf dem BIP von 2013 basiert.

Breitband-Milliarde: "zu spät, zu wenig"

Schwere Defizite orten die Befragten beim Standort-Schlüsselfaktor Breitband-Internet: Der ländliche Raum sei beim Ausbau der Infrastruktur lange Zeit vernachlässigt worden, so der Tenor. Die von der Regierung versprochene "Breitband-Milliarde" halten 62 Prozent der befragten Führungskräfte für "viel zu spät und viel zu wenig".

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