Hutchison Drei Austria verzeichnet einen kräftigen Gewinnanstieg

Hutchison Drei Austria verzeichnet einen kräftigen Gewinnanstieg

Positive Gewinnwarnung: Drei CEO Jan Trionow kann von einem abhebenden Gewinn berichten.

Der Preisanstieg in Österreichs Mobilfunkbranche und die Orange-Übernahme bescheren Hutchison Drei Austria (3) ein kräftiges Gewinnplus. Die Daten-Nutzung ist weiter stark steigend. Bis Sommer 2015 will Drei sein neues LTE-Netz flächendeckend ausgebaut haben.

Wien. Lange Jahre hat die heimische Mobilfunkindustrie gehadert über den Preisverfall am heimischen Mobilfunkmarkt, der von der Branche aufgrund seines massiven Preiskampfes allerdings selbst zu verantworten war. Nach der Milliardenübernahme von Orange Austria durch Hutchison Drei Austria (Drei), die zum 1. Juli 2013 fixiert wurde, kommen wieder goldene Zeiten auf die Netzbetreiber zu. Die drei verbliebenen Netzbetreiber hatten im Vorjahr der Reihe nach ihrer Preise nachjustiert - und die Tarif erhöht. Was sich nun auch in den Büchern niederschlägt.

So ist bei Drei der Gewinn (EBITDA) um satte 35 Prozent von von 182 auf 245 Mio. Euro gestiegen. Beim Betriebsergebnis (EBIT) konnte Drei gar um 60 Prozent von 106 auf 170 Mio. Euro zulegen. Die "Hebung der Merger-Synergie" sei der Grund für den Gewinnanstieg, erklärt Drei-CEO Jan Trionow den Gewinnsprung.

Und dennoch hadert Drei mit der Regulierungsbehörde. Der Netto-Kundenumsatz (Net Customer Service Revenue) sei 2014 aufgrund der "regulatorischen Effekten" um fünf Prozent auf 564 Mio. Euro zurückgegangen.

Anstieg des Datenkonsums

Gestiegen ist auch das Datenvolumen. Der Datenverbrauch pro Kunde ist von 2,8 auf 4,5 Gigabyte pro Monat gewachsen. Und auch für die Zukunft muss mit einem weiteren Datenwachstum gerechnet werden. "Die zunehmende Nutzung von Streaming-Diensten und mobile Videos sowie neue Entwicklungen wie Virtual Reality-Brillen, Cloud-Dienste oder M2M-Lösungen werden den Bedarf weiter rasant erhöhen", sagt Trionow.

Drei verzeichnet mit der neuesten Mobilfunktechnologie LTE rund 70 Prozent Abdeckung in Österreich. Bis zum Sommer soll die Netzabdeckung 98 Prozent betragen, wie Drei-CEO Jan Trionow anlässlich eines Pressegesprächs angekündigt hat. Damit wäre Drei der erste von den drei in Österreich tätigen Netzbetreibern, die mit dem LTE-Ausbau eine komplette Abdeckung Österreichs erzielt hätten.

Neue Kunden gewonnen

Gegenüber der Konkurrenz von Marktführer A1 (Telekom Austria) und T-Mobile hat Drei als einziger Netzbetreiber einen Kundenzuwachs zu verzeichnen. A1 hat zur Jahresmitte 2014 laut Telekomregulator RTR 42,1 Prozent Marktanteil (5,50 Mio. SIM-Karten/Kunden) und somit gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozentpunkte oder 143.000 Kunden verloren. T-Mobile konnte einen Marktanteil von 31,1 Prozent (4,06 Mio. Kunden) für sich verbuchen. Damit hat sich der Marktanteil gegenüber dem vorigen Quartal um 0,1 Prozentpunkte oder rund 13.000 Kunden vergrößert. Drei hat im 2. Quartal 2014 rund 48.000 Kunden dazugewonnen (3,49 Millionen Kunden) und seinen Marktanteil von 26,2 auf 26,8 Prozent vergrößert.

Zum Jahresende 2014 hat Drei noch weiter zugelegt und verzeichnet eigenen Angaben zufolge 174.000 neue Kunden.Der Marktanteil konnte so 2014 um 1,7 Punkte auf 27,6 Prozent erhöht werden. Der zweite, T-Mobile, hat im Jahr 2014 ein Minus von 70.000 Kunden zu verzeichnen und hält mit einem Minus von 0,1 Prozentpunkten nunmehr bei 30,8 Prozent Marktanteil. Größer ist der Verlust bei A1: 41,6 Prozent Marktanteil bedeuten ein Minus von 1,6 Prozentpunkten - 291.000 Kunden sind dem Marktführer A1 im Jahr 2014 abhanden gekommen.

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