Italien-Krise verschleppt Heta-Bilanz

Italien-Krise verschleppt Heta-Bilanz

Heta-Vorstandsvorsitzender Sebastian Prinz von Schoenaich-Carola

Wegen eines Streits um Italien-Kredite wird sich die Bilanzerstellung der Heta um rund einen Monat verzögern. Die Hypo-Bad-Bank hat in ehemaliger Italien-Tochter noch 1,7 Milliarden Euro stecken.

Die Bilanz 2014 der staatlichen Hypo-Alpe-Adria-Nachfolgegesellschaft Heta wird sich um rund einen Monat verzögern. Hauptsächlich Differenzen um Wertberichtigungen für Kredite in der ehemaligen Italien-Tochterbank sollen schuld daran sein. Von der Heta-Spitze gibt es dazu keine Aussagen, die Italien-Relation sei eine "Kreditbeziehung", da gelte das Bankgeheimnis, erklärte der neue Heta-Vorstandsvorsitzende, Sebastian Prinz von Schoenaich-Carola.

Mit ein Grund für die Verzögerung ist auch das im Vorjahr mit der Aufspaltung der Hypo Alpe Adria geschaffene Banken-Konstrukt. Die italienische Hypo ist seither keine Tochter der Heta mehr. Sie gehört - über eine Zwischenholding namens HBI - aber ebenfalls dem österreichischen Staat.

Auch in Italien hat die Heta aber noch viel Geld stecken. Einem Bericht des "Standard" zufolge gibt es alleine in dem Land Forderungen über 1,7 Milliarden Euro. Für diese Forderung habe der Vorstand eigentlich nichts vorsorgen wollen, mit diesem Vorhaben sei er aber am Aufsichtsrat gescheitert. Also werden nun die Abwertungserfordernisse berechnet.

HBI will Italien-Geschäft liquidieren

Die Italien-Mutter, also die HBI, will außerdem kein Kapital mehr einschießen. Das wäre jedoch notwendig, wenn die die italienische Hypo weiterhin als Bank auftritt. In diesem Fall müssten rund 400 Millionen Euro Eigenkapital nachgeschossen werden, um die erforderliche Mindestquote zu erfüllen.

Die HBI hatte daher versucht, die Bankenlizenz in Italien zurückzulegen und die Bank abzuwickeln. Mit diesem Plan ist sie jedoch bei der italienischen Bankenaufsicht abgeblitzt. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit der italienischen Notenbank, der Banca d’Italia, werden indessen weitergeführt. Kommen die Österreicher mit ihrem Vorhaben durch, müsste zumindest kein weiteres Eigenkapital mehr zugeschossen werden. Die 600 Millionen Euro Zahlung für die Spareinlagen und Sparbriefe der italienischen Kunden wird der HBI jedoch keinesfalls erspart bleiben.

Auch in den weiteren Südosteuropa-Töchtern hat die Heta noch viel Geld stecken. In Summe in dem an Advent und die EBRD verkauften SEE-Netzwerk noch mit rund zwei Milliarden Euro involviert. Mit den Käufern wird daher noch intensiv verhandelt, wie nun zu bilanzieren ist.

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