Das bringt 2015: Mehr Geld für Arbeiter und Pensionisten

Im kommenden Jahr steigen die Löhne der Arneitnehmer moderat an, die Pensionen werden mit 1. Jänner um 1,7 Prozent angehoben. Wer aber eine Sonderpension im staatsnahen Bereich bezieht, der muss mit Kürzungen bis zu 25 Prozent rechnen.

Das bringt 2015: Mehr Geld für Arbeiter und Pensionisten
Das bringt 2015: Mehr Geld für Arbeiter und Pensionisten

Moderate Lohnerhöhungen erwarten die Arbeitnehmer im kommenden Jahr. Die Abschlüsse befinden sich nur leicht über der Inflationsprognose der Österreichischen Nationalbank (OeNB) von 1,4 Prozent. So erhalten die Metaller als auch die Handelsbediensteten 2,1 Prozent mehr Gehalt. Die Beamtengehälter steigen um 1,77 Prozent, die Pensionen liegen mit 1,7 Prozent knapp darunter.

Die rund 120.000 Arbeiter und Angestellten der Maschinen- und Metallbauindustrie erhalten bereits seit 1. November um 2,1 Prozent mehr Lohn. Der Brutto-Mindestlohn im Kollektivvertrag (KV) steigt von 1.688 Euro - um ebenfalls 2,1 Prozent - auf 1.724 Euro. Auch die Lehrlinge bekommen 2,1 Prozent mehr. Die Zulagen werden um 1,7 Prozent angehoben.

Ab 1. Jänner 2015 bekommen die etwa eine halbe Million Beschäftigten im Handel im Schnitt 2,1 Prozent mehr Gehalt. Das Mindestgehalt wird ab 2015 bei 1.500 Euro brutto liegen. Die Beamtengehälter steigen mit 1. März um 1,77 Prozent. Die Pensionserhöhung für 2015 wird 1,7 Prozent betragen, auch die Ausgleichszulage wird mit 1,7 Prozent angepasst und beträgt für das Jahr 2015 somit 872,31 Euro.

Auch die Politikergehälter steigen mit 1. Jänner um 1,7 Prozent.

Harter Einschnitt bei Luxuspensionen

Die Pensionen werden mit 1. Jänner um 1,7 Prozent angehoben. Wer allerdings sehr hohe Sonderpensionen in staatsnahen Bereichen bezieht, muss ab dem kommenden Jahr Kürzungen hinnehmen. Diese werden um bis zu 25 Prozent gekürzt.

Diese sogenannten Luxuspensionen in öffentlichen Bereichen, die vom Rechnungshof geprüft werden, dürfen künftig nicht höher als die doppelte Höchstbeitragsgrundlage (4.650 Euro) sein - also 9.280 Euro. Sind sie allerdings schon vereinbart, können sie das 3,5-fache der Höchstbeitragsgrundlage betragen - also 16.275 Euro. Die Einschränkung auf diese Werte gilt nur für Sonderpensionen. Das heißt, allfällige zusätzliche Ansprüche aus der gesetzlichen Pensionsversicherung (ASVG etc.) können uneingeschränkt dazu bezogen werden.

Von Kürzungen betroffen sind auch jene, die bereits eine Sonderpension beziehen. Bei ihnen werden Pensionssicherungsbeiträge erhöht bzw. neu eingezogen, die zwischen 5 und 25 Prozent liegen. Die fünf Prozent wirken für Pensionsanteile ab einem Ruhensbezug über der Höchstbeitragsgrundlage (4.650 Euro). Der Höchstabzug fällt ab der dreifachen Höchstbeitragsgrundlage (13.950 Euro) an. Dazwischen gibt es zwei weitere Stufen mit Abzügen von zehn bzw. 20 Prozent.

Mehr Geld für Mindestpensionen

Mehr Geld gibt es hingegen für alle anderen Pensionisten mit geringerem Einkommen. Sie bekommen ab 1. Jänner die Inflation von 1,7 Prozent abgegolten. Die Ausgleichszulagen für Mindestpensionisten steigen damit auf 872,31 Euro für Alleinstehende und auf 1.307,89 Euro für Ehepaare. Pro Kind erhöhen sich die Werte um 134,59 Euro.

Die Geringfügigkeitsgrenze wird um 10,67 Euro auf 405,98 Euro monatlich angehoben. Für Frühpensionisten bedeutet dies, dass sie bis zu diesem Betrag dazuverdienen dürfen, ohne den Ruhensbezug zu verlieren.