Freispruch für Helmut Elsner im BAWAG-Prozess

Der frühere BAWAG-Generaldirektor wurde im von der BAWAG gegen ihn angestrengten Prozess um eine Pensionsabfindung von 6.8 Millionen Euro freigesprochen.

Freispruch für Helmut Elsner im BAWAG-Prozess

Freispruch für Helmut Elsner

Der Prozess BAWAG gegen ihren früheren Generaldirektor Helmut Elsner hat mit einem Freispruch für Elsner geendet. Die BAWAG hatte als Privatbeteiligte eine Subsidiaranklage erhoben, weil sie vom Ex-Banker dessen Pensionsabfindung in Höhe von 6,8 Millionen Euro zurückforderte.

Der mittlerweile 80 Jahre alte Elsner wurde von dem Schöffengericht vom Vorwurf des schweren Betrugs freigesprochen. Die BAWAG wurde als Klägerin auf den Zivilrechtsweg verwiesen und muss die Prozesskosten tragen. Elsner hatte seine im Jahr 2000 ausgezahlte Pensionsabfindung in Höhe von 6,8 Millionen Euro in seine Privatstiftung Gambit eingebracht und damit eine Villa in Südfrankreich gekauft. Das Vermögen ist seit dem BAWAG-Prozess gesperrt.

Die letzten Zeugen

Im Prozess hatte heute der frühere Stiftungsvorstand von Elsners Privatstiftung Gambit als Zeuge ausgesagt. Elsner habe damals die Privatstiftung für seine Pensionsabfindung errichtet, um damit eine Altersvorsorge für sich und seine Familie zu schaffen, sagte Klaus Hoffmann.

Elsner habe mit dem Geld eine Tochter aus erster Ehe versorgen wollen, mit seiner ersten Ehefrau sei ein Unterhaltsstreit gelaufen, sagte Hoffmann. Um 6,82 Millionen Euro ließ sich Elsner im November 2000 die Anwartschaftsrechte auf eine betriebsinterne Pension ablösen. 70 Millionen Schilling aus seiner Pensionsabfindung von der BAWAG hatte Elsner in die Gambit-Stiftung eingebracht.

Elsner versuchte in einer Erklärung immer wieder darzulegen, dass Wolfgang Flöttl die BAWAG-Gelder nicht verspekuliert habe, sondern ihn darüber getäuscht habe. Der Richter Christian Böhm verwies ihn aber darauf, dass nur seine damalige Wahrnehmung wichtig sei. Flöttl und Weninger seien unglaubwürdig, wetterte Elsner.