Flüchtlinge als Wirtschaftsfaktor?

Wachstumstreiber oder wirtschaftlicher Ruin Europas - Ökonomen streiten über die Folgen der Asylkrise. Dabei sind die eigentlich überschaubar.

Flüchtlinge als Wirtschaftsfaktor?

Flüchtlinge - Chance oder Gefahr - Wachstumsfaktor oder Kostenfalle

Zaun oder nicht Zaun? Auf diese Frage hat sich in den vergangenen Tagen die Debatte in Österreich zugespitzt. Der Grenzzaun, er ist zum Sinnbild des Umgangs mit der Flüchtlingskrise geworden. Hinter dem Zaun steht die Angst, vor zu viel Fremden im eigenen Land, vor der sozialen und wirtschaftlichen Überforderung.

Dabei sind die Zahlen eigentlich immer noch überschaubar. 85.000 Asylanträge erwartet das Innenministerium für das heurige Jahr, gerade einmal ein Prozent der Bevölkerung. Langfristig bleiben werden noch weniger. 50.000, wenn man die Anerkennungsquoten der vergangenen Jahre zugrunde legt.

Österreich hat rund 4,1 Millionen Erwerbstätige, 370.000 Arbeitslose, 2,3 Millionen Pensionisten und 1,1 Millionen Schüler - 50.000 Flüchtlinge sollten da keinen großen Unterschied machen. Die Belastung für den Staatshaushalt ist ebenfalls verkraftbar, für 2016 wurden 565 Millionen Euro für Grundversorgung, Integration und Arbeitsmarktmaßnahmen budgetiert.

Beim großen Nachbarn Deutschland sehen die Zahlen ganz ähnlich aus, nur multipliziert mit dem Faktor zehn. Trotzdem streiten Ökonomen dort heftig über die wirtschaftlichen Folgen der verstärkten Zuwanderung durch Flüchtlinge. "Wachstumstreiber oder Wohlstandsbremse", titelte das deutsche Handelsblatt kürzlich über die für 2015 erwartete eine Million Flüchtlinge und sieht die Asylpolitik als entscheidend für das "ökonomische Schicksal" des Landes.

Hängt die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands wie Österreichs also tatsächlich an der Flüchtlingsfrage? Oder wird der "Wirtschaftsfaktor Flüchtling" nicht doch übertrieben?

FORMAT hat die wirtschaftlichen Folgen der Asylkrise in vier Bereichen untersucht:

  • Arbeitsmarkt
  • Pensionssystem
  • Sicherheit
  • Staatshaushalt

Die ganze Geschichte lesen Sie im FORMAT Ausgabe 46/2015.
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