EU-Wettbewerbsbericht: Österreich ist nur Mittelklasse

EU-Wettbewerbsbericht: Österreich ist nur Mittelklasse

Der unter der Leitung des Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo erstellte EU-Wettbewerbsbericht 2014 attestiert Österreich eine stagnierende oder leicht rückläufige Wettbewerbsfähigkeit. Im Vergleich der EU-Mitgliedsstaaten liegt Österreich auf Platz acht.

Im August hat das österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo hat zum vierten Mal in Folge den Zuschlag zur Leitung des Konsortiums zur Erstellung des EU-Wettbewerbsberichts erhalten. In dem jährlichen Bericht wird die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Mitgliedsstaaten verglichen.

Nun hat die EU-Kommission den Wettbewerbsbericht 2014 präsentiert. In dem neuen Bericht, der die Analysen von 20 Forschungsinstituten aus 14 Ländern bündelt und auswertet, liegt Österreich auf Platz acht. Angeführt wird der Vergleich von Finnland, auf den Plätzen folgen Dänemark und Schweden. Dahinter liegen die Niederlande, Luxemburg, Belgien und Deutschland. Am schlechtesten bewertet wurde Rumänien.

Als stagnierend oder leicht rückläufig wird die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie eingeschätzt. Österreich steht damit auf einer Stufe mit anderen EU-Mitgliedsstaaten wie Belgien, Großbritannien, Frankreich, aber auch Italien. Als aufstrebend werden dagegen die Niederlande, Deutschland, Dänemark und Irland eingeschätzt. Die dritte Gruppe sind Staaten mit moderater, aber auch zunehmender Wettbewerbsfähigkeit. Zu ihnen zählen Estland, Litauen, Spanien, Lettland, Tschechien, Ungarn, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei und Griechenland. Die Nachzügler der vierten Gruppe, die mit moderater und stagnierender oder rückläufiger Wettbewerbsfähigkeit zu kämpfen haben, sind Slowenien, Bulgarien, Kroatien, Malta und Zypern.

Der für Industrie zuständige EU-Kommissar Nelli Feroci konzedierte zwar, dass die Staaten zahlreiche Anstrengungen unternommen hätten. Es gebe aber noch viel zu tun. So bestehe ein Mangel an Investitionen, Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzmitteln, hohe Energiepreise und fehlende Effizienz der öffentlichen Verwaltung.

Auf dem guten dritten Platz liegt Österreich bei einem Vergleich des CO2-Ausstoßes. Hier liegt Schweden an der Spitze, Bulgarien ist 28. und letzter EU-Staat. Auf der anderen Seite hat Österreich Schwierigkeiten, Arbeitnehmer mit erforderlichen Kenntnissen für ihren Job zu finden. Hier liegt die Alpenrepublik auf Rang vier, die größten Probleme hat hier Estland, den positiven letzten Platz nimmt in diesem Bereich Zypern ein.

Beim Zugang von Klein- und Mittelbetrieben zu Bankdarlehen belegt Österreich den achten Rang. Am leichtesten gelangen KMU in Malta zu Bankgeldern, am schwierigsten ist die Lage in Griechenland.

Im länderspezifischen Bericht zu Österreich heißt es unter anderem., dass das Land beim Zugang zu Finanzmitteln besser liege als der EU-Durchschnitt. Im derzeitigen Marktumfeld wird auch das "diversifizierte und stabile Banksystem" gewürdigt. Obwohl es keine Kreditklemme gebe, müsse weiterhin darauf geachtet werden, wie die österreichischen Unternehmen in die Lage versetzt werden, zu Wachstum und Beschäftigung beizutragen, wenn die wirtschaftliche Erholung Fahrt aufnimmt und weitere Darlehen benötigt werden.

Österreichs Lehrer verbringen nur wenig Zeit mit Unterrichten

Österreich

Österreichs Lehrer verbringen nur wenig Zeit mit Unterrichten

Wirtschaft

Rewe will 30 Zielpunkt-Filialen übernehmen

Wirtschaft

Mateschitz und Benko checken bei Checkrobin ein