Crowdinvesting-Erfolg für Kaaheé - Geld für Expansion

Unternehmer Julian Juen wurde auf einer Peru-Reise mit der Hochlandkaktusfeige vertraut gemacht. In Österreich ließ er das Extrakt der Frucht für ein Getränk patentieren. Für die nun anstehende Expansion hat er sich via Crowdinvesting Geld geholt.

Crowdinvesting-Erfolg für Kaaheé - Geld für Expansion

Kaaheé Gründer Julian Juen

Die Wirkung der Hochlandkaktusfeige fand Julian Juen auf einer Reise nach Peru heraus. In Österreich ließ der die Frucht analysieren und ein daraus gewonnenes Extrakt patentieren. Die Essenz bildet die Basis des Lifestyle-Getränks Kaaheé, seit 2014 in Szenelokalen und ausgewählten Supermärkten vertrieben wird.

Kaahée soll nicht nur den Kater nach übernäßigem Alkoholgenuss vertreiben, sondern soll auch entzündungshemmende Wirkung haben. In der Plus 4 Start-up-Show "2 Minuten, 2 Millionen" konnte er damit den Bautycoon Hans Peter Haselsteiner überzeugen. Er attestierte Kaahée ein ähnliches Erfolgspotenzial wie Red Bull und investierte mit Partnern in das Getränke-Start-up.

Für die weitere Expansion benötigt Gründer Juen, jedoch noch mehr Geld. Das hat er nun über die Crowdfunding-Plattform Conda bekommen. Per 6. November wurde das Finanzierungsziel der zweiten Finanzierungsrunde von 750.000 Euro erreicht. Mit dem frischen Kapital soll der deutsche Markt für Kaahée erobert werden. Zehn Millionen Flaschen jährlich will Juen dort absetzen.

Crowdinvesting: Chance und Risiko

Conda ist mit Kaahée die bisher erfolgreichste Crowdinvesting-Kampagne Österreichs gelungen. Parallel zur Kampagne bei Conda konnten auch weitere Großinvestoren überzeugt werden. Darunter sind unter anderem, Gerold Pankl, Michael Altrichter und Albert Schmidbauer.

Seit Anfang September dürfen laut dem neuen Crowdfunding-Gesetz rund 1,5 Millionen Euro mittels Crowdinvesting eingenommen werden, ohne größere bürokratische und regulative Hürden, wie etwa dem Kapitalmarktprospekt, überwinden zu müssen. Conda-Geschäftsführer Daniel Horak warnt allerdings trotz des Erfolgs beim Crowdinvesting zur Vorsicht: „Wichtig ist nicht nur die umfassende Information und Vorbereitung des Unternehmens, sondern auch die Verantwortung gegenüber unseren Investoren. Trotz aller Chancen handelt es sich um ein Risiko.“