Baumax-Verkauf: Vier Interessenten

Der Verkauf der Baumax kommt offenbar voran. Es gibt gleich vier Kandidaten, die sich um den die Baumarktkette von Gründer und Kunsthändler Karlheinz Essl interessieren.

Baumax-Verkauf: Vier Interessenten

Große Marke? Für die Baumarkt-Kette Baumax gibt es vier Interesssenten.

Der Verkauf der angeschlagenen Baumarkt-Kette Baumax ist offenbar bereits in der Schlussphase. Wie das Magazin "NEWS" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet ist der bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit gelaufene Bieterprozess bereits in der zweiten Runde. In 14 Tagen endet die Angebotsfrist, bis zu verbindliche Kaufangebote abgegeben werden müssen. Stichtag ist der 18. Dezember, um 12 Uhr Mittag.

Ob die Kette komplett oder in ihren Einzelteile verkauft wird, ist noch offen. Laut einer Verkaufsunterlage der mit dem Verkauf betrauten Investmentbank "Mediobanca", die NEWS vorliegt, gibt es auch die Option, einzelne Vermögensteile - auch als Immobilien - getrennt von dem Unternehmen zu verkaufen.

Potenzielle Käufer

Als Käufer kommen die großen Konzerne im Baumarkt-Bereich in Frage. Kingfisher, Adeo, OBI oder Hellweg zählen zu den Kandidaten.

Baumax, die vor zwei Jahren in Schwierigkeiten gekommene Baumarktkette liefert in Österreich, in Tschechien und in der Slowakei gute Ergebnisse ab. Der ins Trudeln gekommene Baumarkt schreibt in diesen drei Ländern wieder schwarze Zahlen. Die Marke Baumax könnte also sogar erhalten bleiben. Ob und in welchen Märkten das der Fall ist obliegt dann allerdings den Käufern. Es werden aber auch die Immobilien angeboten, die könnten für Anleger oder Investmentfonds interessant sein, hofft man.

Baumax hat einen radikalen Sanierungskurs im Gang. 1,2 Milliarden Euro Schulden verzeichnete das Unternehmen vor der Sanierung bei 60 Gläubigerbanken. Baumärkte in Rumänien und Bulgarien wurden verkauft. Die Geschäfte in der Türkei wurden geschlossen. Im schlechtesten Fall wird heuer aber immer noch ein Verlust von 400 Millionen Euro eingefahren. Die Gläubiger rechnen mit Abschreibungen von 250 bis 270 Millionen Euro.

Die Gründerfamilie Essl hat mittlerweile nichts mehr zu sagen. Die Banken stehen an der Banken bei Baumax seit dem Beginn der Sanierung auf der Kommandobrücke.