bauMax zieht sich bis April aus Ungarn zurück

bauMax zieht sich bis April aus Ungarn zurück

Die Baumarkt-Kette bauMax "setzt auf ein neues Vertriebskonzept" und konzentriert nun die vorhandenen Ressourcen auf die Märkte in Österreich, Tschechien und der Slowakei. Dies bedeutet, dass sich bauMax auch aus Ungarn zurückzieht. Die aufgegebenen Standorte werden vom Möbelhändler XXXLutz übernommen.

Das neue Vertriebskonzept von bauMax setzt auf eine neue Sortimentsgestaltung und verbindet traditionellen Handel mit der Online-Welt - erstmals vorgestellt wurde das Konzept im Oktober am Standort Tulln. "Die Kennzahlen und Parameter zeigen bereits nach dreimonatigem Betrieb deutlich nach oben," heißt es in einer Presseaussendung. Die Kunden seien zufriedener und der Umsatz pro Quadratmeter sei um 15 Prozent gestiegen. "Die Kunden finden sich schnell im Markt zurecht und kaufen im Durchschnitt um 7,4 Prozent mehr ein", heißt es weiters.

Webshops, Zustell-Service und Aus für Ungarn

Parallel zum Roll-Out des neuen Konzepts in Österreich, Ungarn und der Slowakei wird in Tschechien und in der Slowakei mit dem Webshop gestartet und in Österreich das Zustellservice eingeführt. Um die Ressourcen hier zu bündeln, verabschiedet sich bauMax aus Ungarn. "Wir haben uns immer zum Verbleib in Ungarn bekannt. Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist es notwendig, die ganze Kraft auf die anderen drei Länder zu setzen und uns leider aus Ungarn zu verabschieden", erklärt Michael Hürter, CEO von bauMax.

Die insgesamt 14 bauMax-Märkte werden bis April schrittweise geschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter werden mit "entsprechenden Rahmenmaßnahmen" unterstützt, die derzeit ausgearbeitet werden. Die Immobilien werden von der Möbelkette XXXLutz übernommen und weiterverwendet. bauMax hat sich bereits 2014 aus der Türkei zurückgezogen und die Tochtergesellschaften in Rumänien und Bulgarien verkauft. Für die Zukunft von bauMax-Kroatien wird es in den nächsten Monaten eine Entscheidung geben.

Restrukturierung und Kunst-Auktion

Die angeschlagene Baumarktkette bauMax hat als Unternehmensgruppe (inkl. Osteuropatöchter) 2013 einen Verlust von 189 Mio. Euro eingefahren. 2012 lag das negative Ergebnis noch bei 126 Mio. Euro. Der Umsatz der bauMax-Gruppe ging um 5,3 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro zurück. Das Unternehmen befindet sich nun in der Restrukturierungsphase; Mitte 2014 hatte es geheißen, man wolle noch bis Ende des Jahres die "Verlustbringer-Märkte" in der Türkei, Rumänien, Bulgarien und Kroatien schließen.

Außerdem wurden Werke aus der Sammlung Essl versteigert. Die Auktion in London brachten 40 Kunstwerke insgesamt rund 66 Millionen Euro ein. Das vierteilige Bild "Wolken (Fenster)" des deutschen Künstlers Gerhard Richter war einem anonymen Käufer umgerechnet 7,9 Millionen Euro wert. Vorab war es allerdings auf bis zu 8,8 Millionen Euro geschätzt worden. Die Essl-Sammlung, die insgesamt rund 7.000 Werke umfasst, gilt als eine der wichtigsten Privatsammlungen von zeitgenössischer und Nachkriegs-Kunst in Europa.

Verkaufsgerüchte

Auch verdichteten sich in den vergangenen Monaten die Verkaufsgerüchte rund um die angeschlagene Baumarktkette; Deutschlands größter Anbieter Obi galt im Dezember noch als der wahrscheinlichste Käufer. "Verkaufsgerüchte kann ich nicht kommentieren", sagte diesbezüglich bauMax-Sprecherin Monika Voglgruber zur "OÖN". Die Restrukturierung gehe gut voran, und das Unternehmen sei bis 2016 durchfinanziert.

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