Kratky will die AUA wieder auf Kurs bringen

Kratky will die AUA wieder auf Kurs bringen

Kay Kratky (li.) übernimmt das Kommando bei der AUA von Jaan Albrecht.

Der neue AUA CEO Kay Kratky will mit der Airline nochmals abheben. In den nächsten Jahren sollen 400 Arbeitsplätze geschaffen, der Umsatz erhöht und um eineinhalb Millionen Passagiere mehr befördert werden. Die AUA gibt sich ein neues Outfit bis hin zur Marke. Und wer Gepäck aufgibt, muss künftig zahlen.

Die Austrian Airlines (AUA) schwenkt auf einen Wachstumskurs ein. In den nächsten drei bis fünf Jahren will die Airline 400 neue Arbeitsplätze schaffen. Der Umsatz von derzeit 2,16 Mrd. Euro soll um 210 Mio. Euro steigen, die AUA hofft auf eineinhalb Millionen mehr Passagiere.

Vor allem beim Einsatz von AUA-Flugzeugen für andere Airlines soll neuens Wachstum generiert werden. Derzeit sind mehrere Flieger für die Konzern-Schwestergesellschaft Swiss im Einsatz. Ab Herbst stellt die AUA Personal für die neue Lufthansa-Billigschiene Eurowings. Auch durch den Austausch der veralteten Fokker-Jets durch größere Regionalflugzeuge von Embraer wird das Flugangebot ausgeweitet. Kratky, der den Steuerknüppel am 1. August übernimmt, sagte, er trage die von Albrecht entwickelte Strategie "selbstverständlich" mit.

Die heikle Frage, ob die AUA saniert sei, beantwortete Kratky indirekt. "Die AUA hat eine großartige Leistung vollbracht. Ich bin zutiefst überzeugt, dass wir jetzt darauf aufsetzen können und dass wir uns nicht zurücklehnen sollten und sollten sagen, die AUA ist saniert und alles ist gut. Der Wettbewerb ist härter denn je."

Aufpreis fürs Gepäck

Mit dem Herbstflugplan 2015 wird die AUA neue Tarife für den Österreich- und Europaverkehr einführen. Ab Juli oder August - der Termin ist noch nicht fixiert - können die Tickets nach dem neuen Tarifschema gebucht werden. Der künftige sogenannte Light-Tarif soll günstiger werden als die bisher billigsten Redticket-Tarife der AUA. Ziel der AUA ist im Konzert der Airlines "Qualitätscarrier mit wettbewerbsfähigen Preisen" zu sein. Die Bezeichnung "Billigflieger" zählt bei der AUA freilich nicht zum Sprachgebrauch.

Das neue Tarifschema zieht vor allem gravierende Änderungen für das mitgeführte Gepäck vor. Die Gepäckaufgabe zählt künftig zu den Zusatzservices, zu denen auch bisher etwa der Lounge-Zutritt oder "à-la Carte-Menü" zählen, die extra gebucht werden können. Wer nur Handgepäck mit sich führt, zahlt nur den Ticketpreis. sobald der Fluggast ein Gepäckstück beim Check-inSchalter aufgibt werden pro aufgegebenes Gepäckstück ein Aufpreis verrechnet. Unter der neuen Marke "myAustrian" will die AUA künftig auch eine neue Werbeschiene fahren.

Ost-Drehscheibe

Was sich unter seiner Führung ändern werde, wisse er noch nicht. Er müsse sich zuerst einarbeiten. Aus Kratkys Sicht ist Wien einem stärkeren Wettbewerb als Frankfurt ausgesetzt. Als Stärke sieht Kratky das AUA-Drehkreuz in den Osten, auch wenn die Krise in Russland derzeit belaste.

Albrecht, der zu SunExpress wechselt, wollte die dort aufgetauchte schwarze Kasse nicht kommentieren. Sie sei aber nicht der Grund, warum ihn die Lufthansa nach Antalya schickte.

Als sichtbares Zeichen der Erneuerung wurden auch neue Uniformen vorgestellt. Sie sollen ab 2016 zum Einsatz kommen. Die AUA-Mitarbeiter tragen weiterhin rot. Mitarbeiterinnen sollen in einer Abstimmung entscheiden, ob auch Strümpfe und Schuhe rot bleiben sollen. Albrecht ließ ein Präferenz für rote Strümpfe erkennen, er trug am Abend selbst rote Socken. Dem neuen CEO steht jedoch auch hier der Sinn nach Veränderung. Kratky meinte, er fände mehr Kontrast und eine andere Farbgebung auch sehr attraktiv. Die Kosten für die neuen Uniformen belaufen sich laut Finanzchef Heinz Lachinger auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag.

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