Angebot von Oligarch und CA Immo für Immofinanz "lächerlich"

Die CA Immo, einer der größten Bauherrn des Frankfurter Europaviertels, will nun durch Übernahme expandieren.

Die CA Immo, einer der größten Bauherrn des Frankfurter Europaviertels, will nun durch Übernahme expandieren.

Oligarch Mints,seit kurzem bei der CA Immo beteiligt, greift gemeinsam mit dem Büroimmospezialisten nach einem Viertel der Immofinanz. Das Offert ärgert Immofinanz-Boss Zehetner.

Bei österreichischen Immobilienunternehmen ist derzeit einiges in Bewegung. Erst vor wenigen Tagen kündigte die Deutsche Wohnen AG ein Übernahmeangebot für die Aktionäre der österreichischen Conwert Immobilien SE an. Seit gestern Abend wurde eine weiterer Immokonzern ins Visier genommen. Diesmal vom russische Oligarch Boris Mints und der Gewerbeimmobilienfirma CA Immo. will gemeinsam mit der Gewerbeimmobilienfirma CA Immo für rund 420 Millionen Euro bei der Immofinanz einsteigen. Die beiden Partner kündigten in der Nacht auf Dienstag eine Offerte für rund 13,5 Prozent der Aktien zu einem Preis von 2,80 Euro je Aktie in bar an. Gemeinsam mit jenen Aktien, die CA Immo bereits hält, kämen die Investoren damit auf einen Anteil von 16,5 Prozent, den sie nach eigenen Angaben langfristig halten wollen.

Wenig Gegenliebe

Bei Immofinanz stießen die Einstiegspläne auf wenig Gegenliebe: Der gebotene Preis sei "viel zu gering", erklärte das Unternehmen. Er liege unter dem Nettovermögenswert (NAV) und dem Schlusskurs von Montagabend von 2,83 Euro. "Zu dem in Aussicht gestellten Preis können wir dies unseren Aktionären jedenfalls nicht empfehlen", sagte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner.

Der russische Investor Mints besitzt über seine Firma O1 mehrere große Bürogebäude in Innenstadtlagen in Moskau. Das Magazin "Forbes" schätzte sein Vermögen zuletzt auf 1,6 Milliarden Dollar. Erst vor kurzem brachte der Unternehmer seinen Einstieg von 26 Prozent bei der auf Bürohäuser in Deutschland und Österreich spezialisierten CA Immo über die Bühne. Ihr Interesse an einem Einstieg bei der Immofinanz hatten Mints und CA Immo bereits Ende Februar publik gemacht und damals einen Preis von 2,51 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Auch damals hatte Zehetner den Preis als "lächerlich" zurückgewiesen.

Offert noch im März

CA Immo erklärte, die Offerte für den Minderheitsanteil noch im März vorlegen zu wollen. Die Immofinanz-Aktionäre könnten das Angebot dann während einer Frist von rund drei Wochen annehmen. Sollten CA Immo und Mints mit ihren Plänen Erfolg haben, wollen sie auch in den Aufsichtsrat der Immofinanz einziehen, wie sie in der Mitteilung ankündigten. Immofinanz besitzt in Russland - ihrem mit Abstand größten Einzelmarkt - mehrere große Einkaufszentren im Umland von Moskau. Zuletzt hatte der Firma dort der massive Verfall des Rubel zu schaffen gemacht.

Börsianer erfreut

An der Börse kamen die Einstiegspläne gut an: Die CA-Immo-Aktie legte gut ein Prozent zu, die Immofinanz-Aktie lag leicht im Plus bei 2,83 Euro.

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