OeNB-Prognose: "Eindeutig nach unten gerichtet"

Die Corona-Pandemie wird in der Wirtschaftsstatistik der OeNB einen markanten Knick hinterlassen. Das BIP liegt laut Nationalbank-Berechnungen nach neun Monaten gegenüber dem Vorjahr um 22 Milliarden Euro zurück und die Prognosen bleiben düster.

OeNB-Prognose: "Eindeutig nach unten gerichtet"

Eine kurze Zeit lang gab es Hoffnung, dass am Ende alles doch nicht so schlimm wird. Im Juli und noch bis Ende August standen die Zeichen auf Erholung. Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen war auf einige wenige gesunken die Tourismuswirtschaft profitierte außerhalb der Städte von den hunderttausenden Österreichern, die ihre Heimat neu entdeckten und der Großteil der Unternehmen schien die Pandemie und den Lockdown dank staatlicher Unterstützungsmaßnahmen einigermaßen glimpflich überstanden zu haben.

Die in den letzten Wochen wider deutlich gestiegene Zahl der Neuinfektionen haben den konjunkturellen Aufholprozess allerdings seit Mitte September wieder deutlich eingebremst. Dem Konjunktur-Update der Oesterreichschen Nationalbank (OeNB) zufolge lag das Aktivitätsniveau der österreichischen Wirtschaft in den letzten zwei Septemberwochen um 2,8 Prozent bzw. 4,3 Prozent unter den Vorjahreswerten. In Summe lag die nationale Wirtschaftsleistung in den ersten neun Monaten des Jahres um 22 Milliarden Euro unter dem Vorjahr.

Steigende Fallzahlen als Risikofaktor

Ausschlaggebend für den jüngsten Dämpfer ist die vor allem die Entwicklung im Dienstleistungsbereich und im Tourismus. Schwächer werdende Fiskalimpulse, regionale und bundesweite Reisewarnungen zahlreicher Länder und die Verschärfung der Corona-Schutzbestimmungen aus haben sich als Kunjunkturbremsen erwiesen.

Der Produktionssektor und die Exportwirtschaft blieben davon bisher noch weitgehend unberührt. Die OeNB spricht daher angesichts der Echtzeitindikatoren noch von einem "ambivalenten Konjunkturbild" und einer "die unterschiedlichen Dynamik" im Dienstleistungssektor und in der exportorientierten Industrie.

Die Entwicklung in anderen Volkswirtschaften, etwa in der Schweiz, zeigt jedoch, dass auch im Exportgeschäft angesichts stockender Exportmärkte noch lange nicht alles eitel Wonne ist.

Die OeNB erwartet daher, dass die schwierige Phase andauert und sieht große Herausforderungen auf die heimische Wirtschaft zukommen. "Angesichts der hohen Infektionszahlen und der notwendigen Schutzmaßnahmen sowohl in Österreich als auch weltweit bleiben die Konjunkturrisiken eindeutig nach unten gerichtet", so die OeNB

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