OeNB: Immo-Preisauftrieb in Wien geringer, außerhalb beschleunigt

OeNB: Immo-Preisauftrieb in Wien geringer, außerhalb beschleunigt

Bundesweit sind die Immobbilienpreise im Jahresabstand kräftiger gestiegen als in Wien. Gegenüber Vorquartal blieben die Preise in Wien stabil, außerhalb kam es aber zu einem kräftigen Preisanstieg. Mehr Investitionen in den Wohnbau werden

Wien. Der Preisauftrieb bei Wohnimmobilien in Wien hat sich nach Daten der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) im zweiten Quartal beruhigt, in den übrigen Bundesländern aber beschleunigt. In Österreich ohne Wien wuchsen die Preise gegenüber dem Vorquartal um 4,3 Prozent, in Wien blieben sie mit +0,1 Prozent fast unverändert. Im Jahresabstand betrug das Plus bundesweit 3,6 Prozent, in Wien 2,4 Prozent.

In ganz Österreich legten die Wohnimmo-Preise im Quartalsabstand um 2,9 Prozent zu, nach lediglich 1,2 Prozent Plus im ersten Quartal. In Österreich ohne Wien nahmen sie im Jahresabstand mit 4,2 Prozent "beträchtlich" zu, nach +3,5 Prozent im ersten Quartal, heißt es im OeNB-Immobilienmarktmonitor Oktober.

In Wien waren im zweiten Quartal bei allen Marktsegmenten moderate Preissteigerungen zu beobachten. Eigentumswohnungen verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,5 Prozent - getrieben von einem 2,7-prozentigen Anstieg bei gebrauchten Eigentumswohnungen, dem wichtigsten Marktsegment in der Bundeshauptstadt.

Nachdem sich neue Eigentumswohnungen 2016 in Wien um 10,1 Prozent verteuert hatten, zeige sich nun eine Beruhigung der Preisdynamik, heißt es. Die Neubaueigentumswohnungspreise lagen im zweiten Vierteljahr nur 1,2 Prozent über Vorjahr, nach 1,5 Prozent im ersten Quartal 2017 und +4,3 Prozent im vierten Quartal 2016; den stärksten Preisschub in jüngster Zeit hatte es hier im dritten Quartal 2016 mit +13,8 Prozent gegeben.

In den Bundesländern ohne Wien hat sich der Preisauftrieb - seit seinem Höhepunkt im zweiten Vierteljahr 2016 mit 12,8 Prozent Anstieg - bis zum ersten Quartal 2017 (+3,5 Prozent) kontinuierlich abgeflacht, im zweiten Quartal kam es jedoch wieder zu einer beschleunigten Preisdynamik von 4,2 Prozent im Jahresabstand. Im Vergleich zum Vorquartal (+4,3 Prozent) zeigte sich die starke Dynamik im zweiten Quartal noch deutlicher. Während sich die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen nur leicht abschwächte (+5,8 Prozent im zweiten Quartal nach +6,4 Prozent im ersten), war bei Einfamlienhäusern im übrigen Österreich (also außerhalb Wiens) ein Ende des Abwärtstrends zu verzeichnen (+0,1 Prozent im zweiten Quartal nach -4,1 Prozent im ersten).

Die Investitionen in den Wohnbau nahmen heuer im ersten Quartal deutlich an Dynamik zu, so die OeNB - nachdem in den letzten Jahren nur eine sehr schleppende Entwicklung zu verzeichnen gewesen sei. Von 2012 bis 2016 seien die realen Wohnbauinvestitionen de facto stagniert (+0,2 Prozent p.a.), im vierten Quartal 2016 gab es mit +0,7 Prozent zum Vorquartal erstmals nennenswerte Dynamik, die auch im ersten Halbjahr 2017 anhielt.

Das Wachstum der Wohnbaukredite an Privathaushalte beschleunigte sich laut OeNB in den letzten Monaten leicht - nach einer Stabilisierung in der ersten Hälfte dieses Jahres. Die Ausleihungen für Schaffung/Erhaltung von Wohnraum seien im August nominell 4,7 Prozent im Jahresabstand gestiegen, nach 4,4 Prozent im Februar.

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