ÖBB starten im Herbst mit "Rail and Drive"

ÖBB starten im Herbst mit "Rail and Drive"

ÖBB-Vorstandschef Andreas Matthä: "Ich darf Ihnen sagen: Die Züge sind voll, knallvoll."

Ein Jahr Lokführer: ÖBB-Chef Andreas Matthä zieht im großen Trend-Interview Bilanz und nimmt Stellung zum Ende der Fernbusse, verspätete Güterzüge, die Suche nach 10.000 Mitarbeitern, sein Lieblingsprodukt, den "Nightjet", zu neuen Produkten - und die Angst, in den Wahlkampf gezogen zu werden.

Wien. "Für die rasche Übernahme, die es war, ist alles gut gegangen", sagt ÖBB-Chef Andreas Matthä im "Trend"-Interview. Mätthä hat genau vor einem Jahr die Chefposition in der ÖBB-Holding übernommen, nachdem sein Vorgänger Christian Kern zuvor in die Politik gewechselt war.

Die ersten Neuerungen folgten rasch. "Mit dem "Nightjet" ein neues Produkt gelauncht, im Güterverkehr trotz einer schwierigen Situation ein gutes Ergebnis abgeliefert", so Matthä. Mit über 244 Millionen Bahnfahrgästen hat die ÖBB unter seiner Leitung einen neuen Rekord aufgestellt. "Eine gewonnene Abstimmung mit den Füßen", so Matthä. Auch was die weitere Digitalisierung anbetrifft, will die ÖBB noch weiter reüssieren. Was auch beim Endkunden ankommt: "Das WLAN funktioniert mittlerweile sehr gut, es gelingt uns immer mehr, ein kompaktes Reiseerlebnis zu verkaufen."

Für heuer hat die ÖBB weitere neue Produkte im Vorbereitung. Im Herbst wird mit "Rail and Drive" gestartet; Bahnkunden können das Kombiangebot Bahn/Auto wählen und die Autos am Bahnhof anmieten. "Wir verstehen uns als Gesamtmobilitätsanbieter, wollen die Kunden von der Haustür zum Zielort und wieder zurückbringen", sagte ÖBB-Chef Matthä. Im Moment wird im Rahmen eines Pilotprojekts das neue Angebot bereits auf Praxistauglichkeit erprobt.

Die Fahrzeuge werden an den Bahnhöfen stationiert. Nach der Anmeldung erhält der Kunde eine Kundenkarte. Mit dieser kann er das am Bahnhof stationierte Auto öffnen und losfahren. Die Fahrzeuge können aber nicht an einem anderen Bahnhof abgegeben werden, sondern müssen an der selben Station zurückgebracht werden.

Das ÖBB-Angebot "Rail and Drive" soll den Bahnfahrern helfen, die "letzte Meile" zu organisieren. Daher sei man nicht an Standorten aktiv, wo es ohnedies schon viele Autovermieter am Bahnhof gibt, sondern in Städten wie Amstetten.


Das gesamte Interview lesen Sie im neuen trend.PREMIUM Ausgabe 30-31/2017 vom 28. Juli 2017.
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