ÖBB-Catering: Konflikt zwischen Do&Co und Nachfolger DoN

ÖBB-Catering: Konflikt zwischen Do&Co und Nachfolger DoN

Catering in den ÖBB: Ein holpriger Wechsel

Mit April übernimmt DoN-Catering das Catering in den ÖBB-Zügen von Do & Co. DoN-Chef Josef Donhauser klagt im Vorfeld über Sabotage seitens Do&Co und fürchtet Mehrkosten von mehreren hunderttausend Euro.

Die Geschichte des Engangements des Caterers Do & Co war von Anfang an eine mühsame. Im April 2012 hat Do & Co mit der eigenen Tochter "Henry am Zug" das Catering für die ÖBB übernommen und damit zahlreiche unliebsame Erfahrungen gemacht. Unter anderem verhängte das Arbeitsinspektorat Strafen in der Höhe von 1,3 Millionen Euro über das Unternehmen, weshalb Do & Co Chef Attila Dogudan schon im März 2016 den Vertrag aufkündigte.

Nun gibt es auch beim Abschied von Do & Co sprichwörtliche "Brösel": Josef Donhauser, Chef des DoN-Caterings, das mit April die ÖBB-Bordrestaurants übernimmt, beklagt, dass die Übergabe seitens Do & Co sabotiert werde. "Wir haben noch keinen Zugriff auf die Mietflächen für die logistische Servicierung der Züge", kritisierte Donhauser im Gesprch mit der Austria Presse Agentue (APA). "Wir würden uns gerne mit positiven Dingen und den Bedürfnissen der Bahngäste auseinandersetzen und unsere Energie in die Steigerung der Qualität legen. Wir verstehen nicht, warum wir uns mit der Blockadepolitik auseinandersetzen müssen."

DoN mit Anlaufschwierigkeiten

DoN müsse nun Ersatzlogistik schaffen. Die Mehraufwände dafür gehen laut Donhauser "in die Hunderttausenden Euro". Erschwert werde eine reibungslose Übergabe zudem davon, dass Henry am Zug "nur spärlich Daten übermittelt". Das betrifft etwa Dienstpläne. Der DoN-Chef betonte, dass es bei der Ablösevereinbarung an sich kein Problem gebe. "Wir haben zugesagt, dass wir die von Henry am Zug geforderte Summe zahlen werden." Aber es gebe praktisch keine Kommunikation mehr mit Henry am Zug auf Ebene der Geschäftsführer.

Nun sind anfangs Beeinträchtigungen im Catering nicht auszuschließen, bedauerte Donhauser gegenüber der APA. "Wir bitten die Zuggäste schon jetzt um Verständnis, auch wenn es auszuschließen ist, dass es irgendwo gar keine Bewirtschaftung geben wird. Vereinzelt sind Beeinträchtigungen aber möglich." Man arbeite auf Hochtouren um diese so gering wie möglich zu halten.

Do & Co wollte die Vorwürfe vorerst nicht kommentieren.

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