Novomatic kauft Lotterien-Anteile von drei Banken ab

Erste, BAWAG und ÖVAG haben ihre Anteile an den Österreichischen Lotterien an den niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic verkauft. hat seinen Anteil somit mehr als verdoppelt. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Novomatic kauft Lotterien-Anteile von drei Banken ab

Alles ist möglich, heißt es bei den Lotterien - auch der Verkauf von Anteilen und eine weitere Privatisierung ist möglich.

Wien/Gumpoldskirchen. Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic stockt seinen Anteil an den Österreichischen Lotterien von acht auf 18 Prozent auf. Der Glücksspiel-Riese kauft die Lotterien-Anteile von Erste Bank, BAWAG P.S.K. und immigon (ÖVAG Bad Bank), teilten die Vertragsparteien heute Donnerstagnachmittag in Aussendungen mit. Zuvor hatte "profil online" vom bevorstehenden Erwerb berichtet.

Mit dem überraschend Erwerb der Bankenanteile setzt Novomatic seine Einkaufstour beim Lotterie-Riesen fort. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, so der Konzern. Die Kaufverträge wurden vorbehaltlich formaler Zustimmungserfordernisse abgeschlossen. Der Lotterien-Anteil werde mittelbar über reine Beteiligungsgesellschaften gehalten.

Verkauft wurden die von der Erste Bank gehaltenen Anteile an der LTB Beteiligungs GmbH und an der RSV Beteiligungs GmbH, weiters die Anteile der BAWAG P.S.K. an der LTB Beteiligungs GmbH und die Anteile der immigon portfolioabbau ag (Volksbank) an der RSV Beteiligungs GmbH.

In einem kurzen Kommentar hält Novomatic-Vorstandschef Harald Neumann per Aussendung dazu fest, Novomatic werde ein "nachhaltiger und stabiler heimischer Mitgesellschafter der Österreichischen Lotterien GmbH" sein.

Die Lotterien gehören laut "FirmenCompass" mehrheitlich den Casinos Austria, die 68 Prozent der Anteile halten. Novomatic hält nun 18 Prozent der Anteil, nur noch 14 Porzent entallen auf die LTB Beteiligungs GmbH, die vor dem jüngtsen Deal noch 32 Prozent gehalten hat.

Erst im Juni 2015 war der Gumpoldskirchner Konzern überraschend mit knapp acht Prozent bei den Lotterien eingestiegen - just nachdem Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) bekanntgegeben hatte, den teilstaatlichen Casinos Austria-Konzern voll verstaatlichen zu wollen. Damit hätte er die Anteile später möglichst gewinnbringend weitergeben können. Die Republik Österreich hält derzeit über die Staatsholding ÖBIB ein Drittel an den Casinos Austria.

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