Niki-Leute können sich sofort bei AUA bewerben

Niki-Leute können sich sofort bei AUA bewerben

AUA-Chef Kay Kratky bietet Niki-Mitarbeitern Jobs an. Die AUA hat mehrere hundert freie Stellen.

Nachdem die AUA-Konzernmutter Lufthansa sich von der Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki verabschiedet hat und Niki in die Insolvenz geschlittert ist, geht AUA-Chef Kay Kratky in die Offensive. Er will über ein "beschleunigtes Aufnahmeverfahren" ganze Crews vom insolventen Konkurrenten übernehmen. Es geht um mehrere hundert Jobs, die die AUA sofort vergeben will.

Wien/Berlin/Schwechat. Mit der heutigen Einstellung des Flugbetriebs bei der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki sind viele tausend Passagiere im Ausland gestrandet. Von der Niki-Pleite sind 1.000 Mitarbeiter betroffen. Soforthilfe hat am Donnerstag ausgerechnet der erbitterte Konkurrent am Airport Wien, die AUA (Austrian Airlines) angeboten.

An Piloten, Flugbegleiter und Techniker von Niki erging der Aufruf, sich bei der AUA zu bewerben. Von AUA-Chef Kay Kratky wurde ein beschleunigtes Bewerbungsverfahren zugesagt, Niki-Leute können sich sofort melden.

Die zur Lufthansa gehörende österreichische AUA sucht derzeit mehrere hundert Mitarbeiter - vor allem bis zu 200 fertig ausgebildete Piloten und rund 300 Flugbegleiter. Auch 50 bis 100 Techniker werden gesucht, in der Verwaltung sind rund 20 Stellen frei.

Laut Kratky bietet die AUA für Piloten und Pilotinnen von Niki unter www.austrianpilot.at eine spezielle, auf diese erfahrene Personengruppe ausgerichtete, so genannte "Fast Track Selection" an. Für Flugbegleiterinnen gibt es am 21. Dezember um 8:30 ein Casting im AUA-Trainingscenter. Das richtet sich speziell auch an Mitarbeiter von Niki. Laut AUA reicht es dafür, einen kurzen Lebenslauf mitzubringen. Ein zweiter Vorsprachetermin wird gerade noch gesucht.

Hinzugefügt wurde aber, dass nicht alle in Frage kommenden Leute sofort aufgenommen werden können, und dass auch der Bewerbungsprozess selbst Zeit in Anspruch nehmen wird.

Für die per heute stillgelegte Niki Luftfahrt gab es von Kratky Komplimente: "Niki ist ein respektabler Mitbewerber mit guten Mitarbeitern, die sich in den vergangenen Jahren einen guten Ruf im Ferienflugbereich erarbeitet haben", so Kratky in einem der APA übermittelten Statement. "Wir bedauern die schwierige Situation und fühlen uns kollegial verbunden."

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