Neues Shoppingcenter "huma eleven" in Wien gestürmt

Neues Shoppingcenter "huma eleven" in Wien gestürmt

Die Neueröffnung des Shopping-Centers der Bundeshauptstadt hat auf den Zufahrtswegen ein Verkehrschaos ausgelöst. Vorläufig 60 Geschäfte finden dort Platz. Nach der Erweiterung 2017 soll es das zweitgrößte Einkaufszentrum in Wien sein.

Wien. Im äußersten Osten Wiens kann nun ausführlich der Kauflust gefrönt werden: Am Donnerstag hat in Simmering das Einkaufszentrum "huma eleven" mit 60 Geschäften eröffnet. U.a. gibt es dort auch die erste Wiener Filiale des französischen Kindermodenlabels Sergent Major. Bis 2017 wird das Center auf 90 Shops erweitert und dann das zweitgrößte Einkaufszentrum der Stadt sein.

Bereits eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung des "huma eleven" gab es regen Kundenandrang. Gegen 8.00 Uhr staute es auf der Zufahrt und es war kaum mehr eine freie Parklücke zu finden. Der Anpfiff zum Shoppen erfolgte um kurz nach 9.00 Uhr, als u.a. der Simmeringer Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ), der Gemeinderatsvorsitzende Thomas Reindl (SPÖ) und Ex-ÖFB-Teamchef Herbert Prohaska ein rotes Band durchschnitten.

Ganz neu ist der Standort für das Einkaufszentrum nicht: 1970 wurde dort ein multifunktionaler Verkaufsmarkt unter dem alten Namen "Huma Einkaufspark" erbaut und 1984 vom jetzigen Eigentümer, der deutschen Jost Hurler Unternehmensgruppe München, übernommen. "Huma" steht für "Hurler Magazin". Das Areal fasste vor dem Neubau 40 Geschäfte auf 44.000 Quadratmetern.

"Die Huma war immer erfolgreich, sie war nur zu einem gewissen Zeitpunkt so in die Jahre gekommen, dass wir gemeinsam mit unseren Mietern SES (Spar European Shopping Centers, Betreiber, Anm. ) gesagt haben, wir müssen hier etwas ganz maßgeblich verändern", erinnerte sich Lars Johannsen, Geschäftsführer der Jost Hurler Unternehmensgrupppe, in einer Pressekonferenz kurz vor der offiziellen Eröffnung des Einkaufscenters.

Das alte Gebäude wurde 2014 abgerissen. Der Bau des neuen Einkaufszentrums erfolgte bei laufendem Betrieb, erzählte Centermanager Stephan Kalteis. Auf einer Interimsfläche hielten einige Geschäfte offen.

Das sich nunmehr "huma eleven" nennende Einkaufszentrum erstreckt sich über mehr als 30.000 Quadratmeter mit 60 Geschäften auf zwei Ebenen. Bis 2017 soll die bisherige Interimsfläche ausgebaut werden. Dann umfasst das Areal eine Verkaufsfläche von 50.000 Quadratmetern. Laut Marcus Wild, Vorsitzender der SES-Geschäftsführung, wird bis zur endgültigen Fertigstellung insgesamt eine Investitionssumme von "einiges über 100 Millionen Euro" erreicht.

Bei der Gestaltung des neuen Gebäudes wurde auf eine moderne, klare Formensprache Wert gelegt. Oder wie es der Vorsitzende der Interspar-Geschäftsführung, Markus Kaser, ausdrückte: "Man kennt sich relativ rasch aus. Es ist bei Wiener Shoppingcentern ja oft sehr kompliziert einzukaufen. Da geht man im Kreis, rauf, runter und dann weiß man nicht mehr, wo man ist." Hingucker sind die Wasserspiele in der Mall. Im Design wurde Bezug auf die naheliegende Donau genommen - etwa mit Bodenbelägen in Form von Inseln oder Bänken, die an Baumstämme und Flusssteine erinnern.

"Wir werden hier die stärksten Konzepte, die es in Österreich gibt, in den letzten Ausprägungen haben", warb Wild. "Ich glaube, dass es wichtig ist, wenn man umsatzstark und populär sein will, dass man populäre Konzepte hat, und das ist sicher auch im Kern bei uns vorgesehen." So gibt es u.a. Filialen von Textilketten wie H&M, Hunkemöller oder Bik Bok, einen Media Markt, einen Interspar oder auch den Sportriesen Hervis. Der Gastronomieanteil beträgt mehr als zehn Prozent.

Sowohl der Eigentümer Jost Hurler als auch der Betreiber SES sehen zusätzliches Potenzial für das "huma eleven" durch die verkehrsgünstige Lage nahe der Ostautobahn A4 sowie die geplante Erweiterung der Außenring-Schnellstraße S1, hieß es. Weiters soll das Shoppingcenter dem Kaufkraftabfluss von Simmering in andere Regionen entgegenwirken.

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