Neue US-Raumfahrt: Milliarden-Auftrag für Boeing

Neue US-Raumfahrt: Milliarden-Auftrag für Boeing

NASA-Chef Charles Bolden (2.v.li) bei der Präsentation der neuen Raumfahrtpläne der USA

Die USA wollen ab dem Jahr 2017 wieder selbst bemannte Weltraumflüge durchführen. NASA-Chef Charles Bolden bestätigte die Pläne. Boeing und SpaceX sollen neue Raumfahrzeuge entwickeln. Alleine der Auftrag für Boeing ist 4,2 Milliarden Dollar schwer.

Die NASA schlägt gemeinsam mit Boeing und SpaceX das wie NASA-Chef Charles Bolden meint "aufregendste und spannendste Kapitel in der Geschichte der bemannten Raumfahrt auf".

Vor drei Jahren hatte die NASA auch unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise ihr Space Shuttle-Programm aus Kostengründen eingestellt. Ab 2017 wollen die Amerikaner wieder selbst bestimmen, wann und wie sie ins Weltall fliegen und dabei nicht mehr von Russland und China abhängig sein. UNd vor allem nicht mehr für einen Sitz in einer Raumkapsel 70 Millionen Dollar zahlen. Entsprechende Verträge mit Boeing und SpaceX wurden präsentiert. Der Vertrag zur Entwickluing einer neuen Generation von Raumfahrzeugen hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 6,8 Milliarden Dollar.

Boeing plant ersten Plänen zufolge eine eichelförmige Raumkapsel mit dem Namen CST-100, die bis zu sieben Astronauten zur internationalen Raumstation ISS fliegen soll. Die vergleichsweise kleine und junge Firma SpaceX des Unternehmers Elon Musk führt im Auftrag der NASA bereits seit 2012 mit ihrem Raumtransporter Dragon Versorgungsflüge zur ISS aus. Für die Beförderung von Astronauten entwickelt SpaceX derzeit eine neue Version des Dragon.

"SpaceX ist zutiefst geehrt von dem Vertrauen, das die NASA in uns gesetzt hat", erklärte Musk. "Das ist ein wichtiger Schritt auf einer Reise, die uns letztlich zu den Sternen führen und die Menschheit zu einer Spezies auf mehreren Planeten machen wird."

4,2 Milliarden Dollar für Boeing

Boeing (ISIN US0970231058) erhält von der NASA mit 4,2 Milliarden Dollar den Löwenanteil für den Bau einer Raumfähre, SpaceX muss sich mit 2,6 Milliarden Dollar zufriedengeben. "Es war keine einfache Wahl, aber es war die beste Wahl für Nasa und die Nation", sagte Bolden bei einer Pressekonferenz in Cape Canaveral.

Die NASA hat seit 2010 bereits mehr als 1,4 Milliarden Dollar ausgegeben, um die Privatwirtschaft bei der Entwicklung von bemannten Raumfähren zu unterstützen. Das Luft- und Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada, das ebenfalls in die engere Auswahl gekommen war, ging am Dienstag leer aus.

ÖSV-Chef Schröcksnadel: "Keinerlei Schwierigkeiten" mit Klimawandel

Wirtschaft

ÖSV-Chef Schröcksnadel: "Keinerlei Schwierigkeiten" mit Klimawandel

trend-EXKLUSIV: Christian Kerns erster Job nach der Politik

Wirtschaft

trend-EXKLUSIV: Christian Kerns erster Job nach der Politik

Wirtschaft

"Ich mache mir um Christian Kern keine Sorgen"