Neue Razzia auf Ibiza bei Ernst Plech und Walter Meischberger

Neue Razzia auf Ibiza bei Ernst Plech und Walter Meischberger

Auch auf Ibiza sind Ernst Plech und Walter Meischberger vor der österreichischen Justiz nicht sicher: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat die Wohnungen der beiden Freunde von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (KHG) durchsucht. Es geht um die Tatvorwürfe im Faktenkreis Brehmstraße.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat bei zwei Freunden von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (KHG) die Wohnungen in Spanien durchsuchen lassen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

„Wir haben Hausdurchsuchungen in Ibiza durchgeführt“, bestätigt WKStA-Sprecher Thomas Haslwanter die FORMAT-Recherchen. Die Razzien fanden bei Ernst Plech und Walter Meischberger statt. „Es geht um Tatvorwürfe im Faktenkreis Brehmstraße.“ Dabei handelt es sich um die 2005 erfolgte Übersiedlung von 400 Finanzbeamten von der Schnirchgasse in Wien-Erdberg in die Brehmstraße in Wien-Simmering. Grasser war damals verantwortlicher Finanzminister.

Errichtet wurde das Objekt Brehmstraße von der Baufirma Porr. Deren Geschäft mit dem Finanzministerium stehe laut FORMAT unter Korruptionsverdacht. Konkret soll die Porr über Scheinrechnungen 500.000 Euro Provision gezahlt haben. Das Geld wurde von Meischbergers Firma Zehnvierzig GmbH im Empfang genommen und landete aus Ermittlersicht schließlich in Form von Barzahlungen bei KHG.

Die Staatsanwaltschaft geht laut FORMAT davon aus, dass die 500.000 Euro Provision aus dem Brehmstraße-Deal im Jahr 2005 der Hintergrund für Grassers Bareinzahlungen auf dem Meinl-Bank-Konto der Ferint AG sind. Grasser hatte bis dato behauptet, dass die am Ferint-Konto eingezahlten 500.000 Euro seiner Schwiegermutter Marina Giori-Lhota gehören. Das laut Grasser von Giori-Lhota in der Schweiz übergebene Geld habe er 2005 als damaliger Finanzminister mit dem Auto nach Wien transportiert. Die Justiz bezweifelt das, weil Giori-Lhota gegenüber dem Finanzamt abgestritten hat, wirtschaftlich Berechtigte des Ferint-Kontos gewesen zu sein und die von der Polizei erstellten Bewegungsprofile die Aussagen von KHG nicht stützen.

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