Nachhaltigkeit: Worauf Firmen bisher am wenigsten achten

Wie größere österreichische Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit umsetzen, wo es noch große Lücken gibt und woran die wenigsten denken.

Nachhaltigkeit: Worauf Firmen bisher am wenigsten achten

Bei der Mehrheit der großen österreichischen Unternehmen ist das Thema Nachhaltigkeit angekommen. 80 Prozent von ihnen räumen der Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert ein, ungeachtet der Unternehmensgröße, Branche oder Region. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von Unternehmensberater Arthur D. Little und der Erste Bank unter 200 österreichischen Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern zwischen Mai und Juni 2021.

Während die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance) in der Theorie als Einheit betrachtet werden, zeigt sich in der Praxis ein anderes Bild. Ökologische Ziele und Umweltziele sind zwar in fast allen Nachhaltigkeitsstrategien von Unternehmen verankert. Corporate Governance und Diversity-Ziele hingegen finden sich in weniger als der Hälfte der Strategien.

„Diese unterschiedlichen Schwerpunkte sind auch in den KPIs (Anm. Leistungskennziffern), auf die viele Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategien setzen, gut ersichtlich“, erläutern Raffaela Ritter von Arthur D. Little Österreich.

Bewusstsein für Verbesserung des Arbeitsklimas fehlt

KPIs messen die Entwicklung des Ressourcenverbrauchs in Unternehmen, ebenso Umwelt- und Sicherheitsaspekte, weniger jedoch, ob es im Bereich Wohlverhalten gegenüber Mitarbeitern und gesellschaftlicher Engagements Fortschritte gegeben hat. Dennoch sind Unternehmen die Vorteile der Nachhaltigkeitsaktivitäten auch in einem besseren Arbeitsklima und erhöhter Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter.

Die Unternehmen stehen Nachhaltigkeitsmaßnahmen aber offen gegenüber. Mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen haben dem gegenüber keine Vorbehalte, lediglich hohe Kosten oder zu lange Projektlaufzeiten werden teilweise als negative Folgewirkung erachtet.

Nachhaltige Bankprodukte noch wenig gefragt

Die Studie ist auch der Frage nachgegangen, ob Unternehmen auf nachhaltige Produkte ihrer Bank wert legen. Zwar gab knapp die Hälfte der Unternehmen an, dass das Thema Nachhaltigkeit für die Kundenbeziehung wichtig ist, allerdings spielt das Thema erst bei 30 Prozent im Gespräch mit Finanzinstituten eine Rolle. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen gaben an, nicht zu wissen, ob ihre Bank nachhaltige Produkte und Services anbietet. Von den Unternehmen, die das Nachhaltigkeitsangebot ihrer Banken kannten, nutzen rund 50 Prozent diese Angebote auch.

Rund drei Viertel der befragten Unternehmen ist auch nicht bewusst, dass ihre Bank von ihnen Daten über ihr nachhaltiges Agieren verlangen kann. Ebenso viele bereiten sich trotz neuer Gesetzgebung auch noch nicht darauf vor, dass Banken künftig mehr Nachhaltigkeitsdaten verlangen.

Dietrich Mateschitz bei Formel 1 Tests in Jerez, 2015

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