Nachfrage nach Gewerbeimmobilien geht durch die Decke

 Nachfrage nach Gewerbeimmobilien geht durch die Decke

Besser geht´s kaum noch: Im ersten Quartal 2017 hat die Nachfrage von Immobilieninvestoren nach Büros, Einzelhandels- und Industrieobjekten sowie Hotels um fast 45 Prozent angezogen. „Das erste Quartal 2017 zählt damit zu den stärksten Quartalen seit unseren Aufzeichnungen“, so EHL Market Research. Die größten Transaktionen, die Bereiche, die das stärkste Comeback feierten, die Schattenseiten und die Prognosen für das restliche Jahr.

Derzeit suchen Investoren offenbar fieberhaft nach Immobilien. Es dürfte in diesem Tempo weiter gehen. „Vieles spricht dafür, dass die positive Entwicklung anhalten wird oder sich sogar noch verstärkt“, so die Analyse von EHL Market Research. Die Begründung der Studienautoren: „Es ist weiterhin viel Liquidität vorhanden und in den kommenden 18 Monaten werden zahlreiche große Entwicklungsprojekte fertiggestellt.“ Damit kämen neue, attraktive Kaufgelegenheiten auf den Markt. Die anspringende Konjunktur bringt auch die Vermietung in Schwung. Allerdings meiden Investoren und Mieter von Büroimmobilien immer öfter ältere Gebäude. Bisher haben ältere Bestandsobjekte profitiert, da in den letzten beiden Jahren nur wenig neue Objekte auf den Markt gekommen sind. Doch durch die Entwicklung neuer Büroimmos, werden ältere Objekte das zu spüren bekommen.

Nachfrage nach Einzelhandelsimmos zieht wieder an

Am gefragtesten waren mit 57 Prozent Büroimmobilien. „Doch vor allem Einzelhandelsimmobilien feiern ein starkes Comeback, “, so das Ergebnis der EHL-Untersuchung zum ersten Quartal 2017. Lange hatte dieser Bereich geschwächelt. Der Anteil stieg auf rund 22 Prozent. Das Segment Logistik/Industrie verzeichnete im Startquartal
2017 mit rund neun Prozent des Marktvolumens ebenfalls ein bemerkenswertes Ergebnis.

Das starke Entwicklung im ersten Quartal 2017 wird in der Branche umso positiver bewertet, als kein großer Immo-Deal mit deutlich mehr als 100 Millionen Euro über die Bühne gegangen ist und so das Bild verzerrt hätte. Die Transaktionen lagen vielmehr in der mittleren Preiskategorie zwischen 30 und 100 Millionen Euro. Zudem sind mehrere große Transaktionen in einem weit fortgeschrittenen Verhandlungsstadium.

Conwert, EKZ Simmerung und Steigenberger: Die großen Player im ersten Quartal

Die größte Transaktion des Quartals und gleichzeitig die einzige mit einem Volumen von signifikant mehr als 100 Millionen Euro betraf den Verkauf des ECO-Portfolios (Büro und Einzelhandel) der Conwert an die deutsche HanseMerkur-Gruppe. Im Einzelhandelsbereich sind der Erwerb von 50 Prozent am EKZ Simmering durch b-i-p erwähnenswert. Bei Büros hat EHL Immobilien das Objekt „Seeparkcampus West“ in Aspern an den Immobilienfonds der Erste Bank vermitteln. Der bedeutendste Hotel-Deal war der Kauf des Steigenberger in Linz durch die Trans World Corporation.

Renditen sinken weiter

Einziger Nachteil des Booms. Die starke Nachfrage treibt die Preise. Die Folge: Die Renditen der Investoren sinken. EHL schätzt, dass die Renditen bis Jahresende weiter sinken werden. Je nach Teilmarkt wird ein Rückgang um 0,25 bis 0,50 Prozentpunkte prognostiziert. Von den Renditen um die sechs Prozent, wie noch 2010 drinnen waren, ist man mittlerweile weit entfernt.

Renditen für Büros und Einzelhandelsobjekte haben sich seit 201 halbiert.

Neue aufstrebende Immobilienkategorien

Auch das hohe Marktvolumen von 2,7 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2016 dürfte übertroffen werden. Als Menge betrachtet noch nicht so bedeutend, aber steigendes Volumen weisen neue Immobilienkategorien wie Studentisches Wohnen, Seniorenwohnen oder innovativer innerstädtischerLogistikimmobilien auf.

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