Nachfolger gesucht - ein Weg zum Unternehmertum

Nachfolger gesucht - ein Weg zum Unternehmertum

Es ist angerichtet: Das WKÖ-Gründerservice vermittelt die meisten Betriebsnachfolgen in der Gastronomie.

Über 6000 Unternehmen wurden im Jahr 2016 in Österreich per Betriebsnachfolge weitergegeben. Die Betriebsnachfolge ist eine attraktive Alternative zur Neugründung auch wenn die Anzahl der Betriebsübergaben im Vorjahr stagniert hat.

Wien. Übernehmen statt selbst gründen - der Einstieg ins Unternehmertum kann rascher, eventuell auch einfacher geschehen, als ein Unternehmen von der Pieke auf zu gründen.

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bietet via
Nachfolgebörse eine Plattform, über die die Weitergabe von Unternehmen vermittelt wird.

Via Internet www.nachfolgeboerse.at können Unternehmen ihre Nachfolgeregelung in die Wege leiten, um einen Nachfolger zu finden. Dasselbe gilt für Interessenten, die als Jungunternehmer durchstarten wollen. Sie können ihre Suche dort genauso deponieren.

Für rund 1300 Unternehmen aus verschiedensten Branchen inklusive Franchise-Unternehmen werden derzeit Nachfolger gesucht.

Dass die Nachfrage unverändert hoch ist, zeigen die jüngsten Zahlen aus dem Jahr 2017. So wurden 6309 Unternehmen an Nachfolger übergeben. Gegenüber dem Jahr 2016 ist das zwar ein Minus von 1,1 Prozent. Im Jahr 2016 wurden noch 6381 Unternehmen übergeben.

"Die Betriebsnachfolge stellt eine attraktive Alternative zur Unternehmensgründung dar", erklärt Elisabeth Zehetner-Piewald, Bundesgeschäftsführerin des Gründerservice der Wirtschaftskammer (WKÖ).

Und der Bedarf zur Unternehmensübergabe wird auch in Zukunft ungebrochen sein. Die KMU-Forschung Austria hat in ihrer Prognose errechnet, dass zwischen den Jahren 2015 und 2024 etwa 42.400 kleine und mittlere Unternehmensnachfolgen anstehen. Laut Prognose geht es dabei auch um die Sicherung von 424.000 Arbeitsplätze für die kommenden zehn Jahre.

Die meisten Übergaben erfolgten in der Sparte Tourismus und Freizeit mit 2032 Übergaben, was fast einem Drittel (32,2 Prozent) aller Unternehmensübergaben entspricht. Dahinter folgen die sparten Gewerbe und Handwerk (25,3 Prozent) sowie der Handel (22,1 Prozent).

Nach Fachgruppen ist die Gastronomie die Nummer 1. Über ein Viertel - rund 1.670 - aller Übernahmen entfiel 2017 auf Gasthäuser, Pubs, Restaurants oder Beherbungsbetriebe und ähnlichem.

Die Vorbereitung

Damit eine Betriebsübernahme Früchte trägt, muss der Neo-Unternehmer rechtzeitig planen und sich intensiv vorbereiten, betont WKO-Gründerservice-Chefin Zehetner-Piewald. Über das Gründerservice können Jungunternehmer neben ihrere Idee sich auch gezielt vorbereiten, was das theoretische Rüstzeug anbetrifft.

Zur Nachfolgebörse werden daher auch mehrere Workshops in den Bundesländern angeboten. Dazu zählen Gründerworkshops, Steuerworkshops sowie Schulungen zur Rechnungserstellung, Mahnung oder die klassische Ein- und Ausgabenrechnung. Ein Leitfaden mit den wichtigsten Details zur Betriebsnachfolge können die künftigen Neo-Unternehmer sich vorab gratis über die WKO bestellen.


Linktipp: => Die Nachfolgebörse

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