Nach Atom-Deal: McDonald's will in den Iran

Nach Atom-Deal: McDonald's will in den Iran

Symbol des Kapitalismus: Die "Golden Arches" von McDonald's könnten schon bald irgendwo im Iran zu sehen sein.

Die Menschen im Iran könnten schon bald in den Genuß von BigMac, Cheeseburger und Chicken McNuggets kommen: Verschiedenen Medienberichten zufolge plant der US-Fast Food-Konzern Filialen im Iran. Bereits in den 1990er-Jahren hätte in Teheran eine Filiale eröffnen sollen, sie scheiterte aber am Widerstand der Hardliner im Land.

Der US-amerikanische Fast-Food-Konzern McDonald's plant nach der Atom-Einigung, Filialen im Iran zu eröffnen. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag unter Berufung auf einen Bericht der BBC berichtete, soll sich McDonald's um eine Lizenz im Iran beworben haben. Auf der Website von McDonald's gibt es ein Formular für Interessenten, die eine Franchise-Filiale im Iran eröffnen wollen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Auf der internationalen Website von McDonald's hieß es: "We have not set a firm date for the development of McDonald's restaurants in Iran." Aber, so heißt es weiter, könnte der Burgerbrater in Zukunft Schritte dazu einleiten, Restaurants im Iran zu eröffnen.

McDonald's ist bei Iranern sehr beliebt und gilt bei Auslandsbesuchen meist als erste Station. Die frittierten Hühnerstücke vom Konkurrenten Kentucky Fried Chicken (KFC) bekommt man in Teheran bereits seit 2012.

Filialen bereits in den 1990ern geplant

Schon während der Präsidentschaft des reformorientierten Mohammed Chatami Ende der 1990er Jahre plante das Land die Eröffnung der ersten McDonald's-Filiale in Nordteheran. Dagegen gab es damals aber heftige Proteste der Hardliner im Iran, die in McDonald's das "Symbol des Imperialismus und amerikanischen Kapitalismus" sahen. Präsident Chatami und seine Regierung mussten das Projekt daraufhin auf Eis legen. Statt McDonald's wurde auf dem gleichen Gelände ein ähnliches Fast-Food Restaurant mit dem Namen "Superstar" eröffnet. Das Essen dort hatte jedoch wenig mit dem des US-Konzerns zu tun.

Slideshow: 60 Jahre McDonald's

Die Erschließung des iranischen Marktes wäre für McDonald's wünschenswert. Denn der US-Konzern kämpft weiter mit sinkenden Kundenzahlen, vor allem auf dem Heimatmarkt wächst die Konkurrenz. Es bleibt abzuwarten, ob dem neuen Konzernchef Steve Easterbrook die Wende gelingt. Am 23. Juli wird McDonald's die Zahlen für das zweite Quartal 2015 veröffentlichen.

Der Fast Food-Konzern hat über 36.000 Filialen weltweit in mehr als 100 Ländern. Laut eigenen Angaben gehen täglich 69 Millionen Menschen bei McDonald's essen. Mehr als 80 Prozent aller weltweiten Filialen werden von Franchisenehmern geführt.

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