Motel One forciert Expansion in Österreich

Motel One forciert Expansion in Österreich

Die deutsche Hotelgruppe betreibt derzeit sechs Hotels in Wien und Salzburg. In Linz erfolgt noch heuer eine Neueröffnung. Zwei weitere Hotels sind in Planung.

Wien/München Die Münchner Hotelkette Motel One, die international 71 Häuser betreibt, will auch in Österreich stark weiterwachsen. Zu den bestehenden sechs Häusern in Wien und Salzburg sollen bis Ende 2021 drei weitere hinzukommen - in Linz, Innsbruck und Graz, sagte Unternehmensgründer Dieter Müller am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Die Zimmerpreise liegen - je nach Standort - zwischen 69 und 89 Euro.

Müller freut sich über die zentralen Lagen der neuen Hotels in Österreich - in Linz wird noch heuer am Hauptplatz eröffnet, in Innsbruck direkt am Bahnhof Mitte/Ende 2021 und in Graz beim Jakominiplatz "'wahrscheinlich ein halbes Jahr später". Das Haus in Linz wird mit 111 Zimmern relativ klein sein; für Innsbruck sind 240 Zimmer geplant und für Graz 170. "Im Schnitt investieren wir rund 15.000 Euro pro Zimmer", umriss Müller die Dimension des Österreich-Investments.

Die Auslastung in den österreichischen Hotels mit derzeit insgesamt 2.025 Zimmern stieg 2018 gegenüber dem Jahr davor um drei Prozentpunkte auf 79 Prozent und lag damit auch über dem Schnitt der gesamten Gruppe (76,5 Prozent), die in Summe 20.160 Zimmer anbietet.

Der Österreich-Umsatz legte gegenüber 2017 um acht Prozent auf knapp 53 Mio. Euro zu - das entsprach elf Prozent des Gesamtumsatzes (487 Mio. Euro). "Das war eine sehr schöne Entwicklung - sie war ein bisschen getragen vom EU-Ratsvorsitz, ich nehme an, dass das ein Treiber war", so Müller. Der Gesamtumsatz stieg gegenüber dem Jahr davor um 22 Prozent auf 487 Mio. Euro, allerdings wurden international neun Hotels neu eröffnet - die meisten davon in Deutschland, in Österreich keines.

Längerfristig hat die Budget-Hotelkette noch keine konkreten Expansionspläne für Österreich. "Aber eine Stadt wie Wien wird sicher noch das eine oder andere Motel One vertragen können, an guten Standorten, und Salzburg ist durchaus auch noch denkbar", sagte der Hotelgründer zur APA.

Der Hotelier gründete die Kette mit Sitz in München im Jahr 2000 gemeinsam mit einem Geschäftspartner. Das erste Haus in Österreich wurde 2012 am Wiener Westbahnhof eröffnet und im vergangenen Jahr runderneuert. "Im Schnitt sagen wir, dass wir alle sechs Jahre redesignen, je nach Abnutzung", so Müller. An Motel One Austria ist der größte heimische Tourismuskonzern Verkehrsbüro Group, zu der etwa die Austria Tend Hotels und die Ruefa-Reisebüros gehören, zu 49 Prozent beteiligt.

Die gesamte Motel-One-Gruppe steigerte im abgelaufenen Jahr ihren Gewinn vor Steuern von 90 Mio. auf 133 Mio. Euro. Der Erlös pro Zimmer ging von 91 auf 85 Euro zurück. Im Februar 2018 erfolgte der Markteintritt in Spanien mit einem Hotel in Barcelona, im Mai folgte Frankreich mit einem Haus in Paris. 2020 will Motel One erstmals nach Polen. Laut Müller steht ein Hotel in Warschau vor der Eröffnung. Derzeit ist das Unternehmen schwerpunktmäßig in Deutschland vertreten, wo alleine im vierten Quartal 2018 fünf Hotels eröffnet wurden.

Bratislava: „Ob Arzt oder Fleischer, jeder wollte Immobilien entwickeln“

Wirtschaft

Bratislava: „Ob Arzt oder Fleischer, jeder wollte Immobilien entwickeln“

Oberbank Generaldirektor Franz Gasselsberger

Wirtschaft

Oberbank-Chef Gasselsberger: "Keine Normalisierung in Sicht"

Wirtschaft

Apple meldet sich mit Showtime zurück an die Spitze