Brexit: Moody's sieht Bonität Großbritanniens unter Druck

Brexit: Moody's sieht Bonität Großbritanniens unter Druck

Nach S&P sieht auch Moody's die Wirtschaft von Großbritannien unter Druck. Die Wahrscheinlichkeit eines abrupten und schädlichen Brexit habe seit dem Referendum zugenommen.

London. Die US-Ratingagentur Moody's warnt vor einer möglichen Abstufung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens durch den Brexit. "Es würde Druck auf das Rating entstehen, wenn die Verhandlungen nahelegen, dass Großbritannien wahrscheinlich kein Handelsabkommen mit der Europäischen Union abschließen wird, das Kernelemente des gegenwärtigen Zugangs zum EU-Binnenmarkt schützt", teilte die Agentur heute mit.

Die Wahrscheinlichkeit eines abrupten und schädlichen Brexit habe seit dem Referendum zugenommen und nach den Parlamentswahlen im Juni seien die Risiken bezüglich Politik und Staatsfinanzen noch gestiegen. Die Wirtschaft habe bereits an Fahrt verloren und die Aussichten dürften sich noch deutlich verschlechtern, wenn Großbritannien kein weitreichendes Freihandelsabkommen mit der EU zustande bekomme, heißt es in der Moody's-Mitteilung.

Bei Moody's hat Großbritannien das Rating "Aa1 Negative" und somit das zweitbeste Rating auf der Beurteilungsskala. Das Top-Rating bei Moody's lautet "Aaa". Österreich wird bei Moody's ebenso die Note "Aaa".

Erst am Dienstag hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) mitgeteilt, sie rechne wegen der Unsicherheit durch den Brexit mit einem deutlichen Dämpfer für die britische Wirtschaft.

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