Mit Marcel auf Expansionskurs

Der US-Sportausrüster Under Armour will nun auch Europa und Asien erobern. Der Senkrechtstarter setzt auf Schärfung der Marke. Und auf Marcel Hirscher.

Mit Marcel auf Expansionskurs

TOP-TESTIMONIAL. Marcel Hirscher ist der Idealtyp von Athlet, der Under Armour in Europa einen neuen Kick geben soll.

Bunt, schrill und vor allem laut kommt sie daher: Die US-Sportmarke Under Armour (übersetzt "unter der Rüstung") war einst nur beliebt bei Kraftlackln im American Football, Jägern und der US-Army. Und sie kämpfte lange Zeit um eine Imagekorrektur. Nun aber setzt das US-Unternehmen zum Angriff auf Tophersteller wie Nike, adidas oder Puma an.

Der US-Sportausrüster will zuerst Europa, dann Südostasien und China erobern. Alles auf einmal ist selbst dem schillernden Gründer und CEO Kevin Plank zu viel. Der einstige Hersteller für Sportunterleibchen möchte mit einem breit gefächerten Produktmix in Richtung Spitze. Neben American Football, Baseball, Golf und Tennis ist Under Armour bereits im Basketball vor allem bei Kids und Twens voll im Trend. Auch im Fußball versucht der Sportausrüster 2016 mit neuen Schuhen und Dressen groß ins Geschäft zu kommen.

Österreichische Spitzensportler spielen in den strategischen Überlegungen eine große Rolle. Skistar Marcel Hirscher und die Olympiasiegerin im Snowboard, Julia Dujmovits, sollen das geschwungene X-Logo, das die Initialen U und A übereinandergelegt signalisiert, in Europa repräsentieren. Sie sind als Testimonals für Under Armour im Einsatz. Auch Anna Fenninger sollte als Testimonial werben. Ihre schwere Verletzung vor der Saison machte einen Strich durch die Rechnung. Wie viel Geld dabei fließt, will man nicht verraten.

Vom Rosenverkäufer zum Milliardär

Erst 1996 hat CEO Kevin Plank Under Armour in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland gegründet. 17.000 Dollar hatte er sich als Rosenverkäufer angespart. Als ambitionierter College-Footballer hasste er es, mit verschwitzten Baumwollunterleibchen dem Eierlaberl hinterherzujagen.

Der 43-Jährige gilt als geniales Großmaul. Spott erntete zuletzt adidas, das Plank wegen dessen US-Kampagne als "dümmsten Wettbewerber" beschimpfte. Doch hinter seinem Temperament steckt Kalkül. In den USA hat er Ende 2014 adidas erstmals überholt und hält Rang zwei. Das Match nach Umsatz: 2,8 Milliarden zu 2,7 Milliarden Dollar. Nike ist auch in den USA unumstrittene Nummer eins mit 11,8 Milliarden Dollar.

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